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Ein Ort der Besinnung, Freude und Begegnung

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Auch zahlreiche Musikdarbietungen warteten auf die Kirchenbesucher. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Die Atmosphäre ist besinnlich, ruhig, fast etwas feierlich. Die Annakirche in der Dürener Innenstadt ist in ein Meer von Kerzen getaucht. Rund um den Annaschrein sitzen viele Männer und Frauen und lauschen der Meditation von Inge Raststetter. Links steht ein Holzkreuz, das mit Stacheldraht umwickelt ist.

Das Kreuz soll ein Stück Hoffnung symbolisieren, die Menschen in der Annakirche sollen es mit Zweigen und Kerzen dekorieren.

Es ist Freitagabend, kurz vor 22 Uhr. Neun Gotteshäuser in Düren, beteiligen sich an der „Nacht der offenen Kirchen” an der Rur. „Ich gehe eigentlich sonst nie in die Kirche”, sagt Nadine Piras (43). „Aber das hier heute gefällt mir. Weil man erleben kann, dass Kirche auch ganz anders sein kann.”

Näher erklärt die getaufte Katholikin nicht, was sie mit „anders” meint. Aber vielleicht trifft die den Nagel genau auf den Kopf. Dass Kirche anders sein kann, haben die neun Kirchen eindrucksvoll bewiesen. Jede setzt bei der Nacht der offenen Kirchen einen völlig anderen Schwerpunkt, alle sind an diesem aber Ort der Besinnung, aber auch Ort der Freude und vor allem Ort der Begegnung.

In der Angela-Schule stehen das Leben und die Ideen von Angela Merici, der Gründerin des Ursulinenordens im Mittelpunkt, in St. Johannes in Gürzenich der Evangelist, dessen Namen die Kirche trägt.

Lauter, schriller, aber deswegen nicht minder kirchlich geht es dagegen in der evangelischen Kirche zu, die seit einigen Jahren im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen” zur Jugendkirche wird. Und tatsächlich sind sehr viele Jugendliche in dem Gotteshaus, genießen eine bunte Lichtinstallation und die Darbietungen vom Hip Hopper „Kopfmacher”, kleinen und größeren Breakdancer und dem Jugendchor „Joyful Voices”.

Begeistert sind auch die Menschen, die in die Marienkirche gekommen sind. Die rund sechsmonatigen Umbauarbeiten sind abgeschlossen, das Gotteshaus, das am Wochenende offiziell eingeweiht worden ist, erstrahlt in neuem Glanz.

„Wir wollten”, so Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz, „mit unserer Nacht der offenen Kirchen auf Kirche neugierig machen. Verdeutlichen, dass Kirche alle Sinne ansprechen kann.” Das ist gelungen.
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