Heimbach - Ein offenes Ohr für die Nöte der Heimbacher Bürger

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Ein offenes Ohr für die Nöte der Heimbacher Bürger

Von: Burkhard Giesen
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Der 61-jährige Peter Cremer will neuer Bürgermeister der Stadt Heimbach werden. Foto: Burkhard Giesen

Heimbach. Ein Termin ist bei Peter Cremer stets dick im Terminkalender angestrichen und unverrückbar. Der Heimbacher, der für SPD, FDP und die UWV ins Rennen um den Posten des Bürgermeisters geht, ist begeisterter Sänger und Mitglied in der „Chorgemeinschaft Eifelperle“. Kein Wunder also, wenn Cremer sagt, dass er den Probenabend beibehalten will – auch als Bürgermeister.

Den Job betrachtet der 61-Jährige als Herausforderung. „Ich könnte theoretisch nächstes Jahr im Mai in Rente gehen. Ich habe aber noch Ziele, insbesondere was die Stadtentwicklung betrifft.“

Seit 1969 arbeitet Cremer bereits in der Verwaltung, ein entscheidender Vorteil? Cremer kennt die Kommune wie seine Westentasche, ist im Vereinsleben engagiert und will in den kommenden sechs Jahren noch ein paar seiner „Ideen anstoßen und umsetzen“, wie er sagt. Auch wenn Cremer der Kandidat gleich dreier Parteien ist, betrachtet er sich selbst als unabhängig.

„Sozial handeln – liberal denken – unabhängig bleiben“ ist sein Leitspruch, dem er noch ein „christlich leben“ anfügen würde. „Ich wäre auch ein gutes CDU-Mitglied gewesen“, sagt er selbst, die Linie sich als parteiloser zu engagieren, wollte er aber nicht aufgeben. Cremer präsentiert sich nicht nur bei seinen sechs Bürgerdialogen in den Stadtteilen als Kandidat, der für die Nöte der Bürger ein offenes Ohr hat: „Ich bin engagiert, ehrlich, kenne mich aus. Ich verspreche keine Luftschlösser und will das Beste für unsere Stadt herausholen.“

Für Peter Cremer zählt das Thema Finanzen mit zu den großen Herausforderungen, denen er sich stellen will. „Wir werden nicht ohne weitere Erhöhungen bei den Steuern und Gebühren hinkommen“, betont der Verwaltungsfachmann vor der Wahl und denkt auch darüber nach, inwieweit zusätzliche Einnahmequellen wie eine moderate Touristen- oder Bettensteuer helfen können, die Stadtfinanzen zu sanieren.

Gleichzeitig will Cremer die Ausgabenseite auf den Prüfstand stellen: „Wir müssen uns die Frage stellen, welche Einrichtungen wir benötigen, damit wir attraktiv bleiben.“ Stichworte wie eine verstärkte interkommunale Kooperation fallen da ebenso, wie die Einbindung des ehrenamtlichen Engagements der Bürger.

Mobilität, Stadtentwicklung, demografischer Wandel – das sind die Stichworte, auf die neben dem Thema Finanzen der 61-Jährige sein Hauptaugenmerk richten will. Cremer spricht von Dorfautos für Vlatten und Hergarten, einem Konzept „Junges Wohnen in alten Mauern“, um so dem demografischen Wandel entgegen zu wirken und Bestandsimmobilien möglichst an junge Familien zu vermitteln. Und: Er will den Masterplan zur Chefsache machen.

Parallel setzt Cremer aber auch darauf, touristische Angebote vor Ort auszubauen. Zudem soll möglichst eine ehrenamtlich getragene Kulturinitiative die Arbeit aufnehmen. Cremer: „Bisher haben wir nur die ‚Spannungen‘. Warum sollte es bei uns nicht auch mal ein Rockkonzert am Seehof geben?“

Dass die Anliegen der Bürger manchmal aber auch viel banaler sein können, diese Erfahrung hat Peter Cremer schon gemacht: „In den Gesprächen mit den Bürgern vor Ort geht es gar nicht um die Haushaltskonsolidierung, sondern oftmals um ganz banale Dinge.“

Zum Beispiel in Hergarten, wo ein Bürger sich beklagte, dass man aufgrund der Einschränkungen, die der Nationalpark mit sich bringe, keine Pilze mehr im Wald sammeln könne. Cremer: „Da muss man sich dann drum kümmern.“ Genau das hat er sich vorgenommen – Bürgerdialoge, einmal im Jahr, in jedem Ort. Dass er es dabei als großen Vorteil ansieht, Bürger und Probleme vor Ort zu kennen, versteht sich da von selbst.

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