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Ein Künstler, der sich niemals verbiegen ließ

Von: oha
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Gerhard Vogt und Dr. Gisela Hagenau (Bürgerstiftung) sowie Prof. Dr. Georg Bussmann (Redner der Podiumsdiskussion „Ostkunst-Westkunst” 27. Oktober,19 Uhr) und Sammler Peter Mathar (von links). Foto: Hansen

Düren. Unter dem Titel „Von der Weite des Himmels und den Mühen der Ebene” zeigt die Bürgerstiftung Düren ab morgen auf Schloss Burgau Ausschnitte aus dem Werk von Wolfgang Mattheuer. Der Zeichner, Maler und Bildhauer ist weit über die Grenzen Deutschlands bekannt, seine Werke hängen in vielen großen Museen auf der ganzen der Welt.

Mattheuer zählt mit Bernhard Heisig und Werner Tübke zu den Begründern der „Leipziger Schule”, die seit den 60er Jahren zunächst in der DDR, dann auch international einen wichtigen Platz in der Kunstgeschichte einnimmt. Die Dürener Ausstellung besteht im Wesentlichen aus Leihgaben des Dürener Kunstkenners, Peter Mathar, der über die weltweit größte Sammlung von Zeichnungen Mattheuers verfügt.

Die Schau zeige zwei Schwerpunkte im Schaffen des Künstlers, erläuterte Peter Mathar: Das Große und Schöne sowie das Elend in der Welt. Dazu gehören Impressionen von den Reisen des Künstlers ebenso wie Bilder mit politischer Aussage wie etwa die „Brennende Gitarre”, die den Freiheitskampf in Chile symbolisiert. Auch den „Prager Frühling” verarbeitete Mattheuer, auf den in der DDR ein Dutzend Stasi-Mitarbeiter angesetzt waren. Mattheuer ließ sich jedoch nicht verbiegen. Weder im Osten, noch später im Westen. „Ich will auf dem Kunstmarkt kein Clown sein”, ist als Zitat Mattheuers überliefert. Peter Mathar war mit Mattheuer bis zu dessen Tod im Jahr 2004 befreundet.

Die Vernissage findet am Sonntag, 10. Oktober, um 15 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 28. November mittwochs und samstags von 14 bis 18 und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten. Gerhard Vogt und Dr. Gisela Hagenau von der Bürgerstiftung dankten dem Landschaftsverband Rheinland, der die Schau unterstützt.
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