Düren - Ein Jahr in unbekannten Lebenswelten unterwegs

Ein Jahr in unbekannten Lebenswelten unterwegs

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Peter Heinke und Doris Unsleber stellten die neuen Kurse der Evangelischen Gemeinde vor. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Es ist 45 Seiten stark, umfasst knapp 300 Kurse und hat im vergangenen Jahr immer hin fast 3000 Menschen angelockt: Das Kursprogramm der Familien- und Erwachsenenbildung sowie des Nachbarschaftstreffs der Evangelischen Gemeinde zu Düren.

Peter Heinzke und Doris Unsleber haben den Kursplaner, der ab sofort bei der Evangelischen Gemeinde, aber auch in der Stadtbücherei, im Bürgerbüro und in den Buchhandlungen erhältlich ist, vorgestellt.

„Sekt oder Selters” haben Peter Heinzke und Doris Unsleber ihre Einladung zur Vorstellung des Programms überschrieben, weil es Kurse gibt, die schon viele Jahre bei der Erwachsenenbildung der Evangelischen Gemeinde angeboten werden, aber eben auch solche, die etwas ganz Besonderes sind.

Wahre „Dauerbrenner” sind die 13 Alphabetisierungs- und Integrationskurse für Männer und Frauen mit Migrationshintergrund, aber auch die vielen Eltern-Kind-Kurse und Angebote für Jungen und Mädchen. Doris Unsleber: „Zwar merken wir natürlich den Geburtenrückgang. Und viele Familienzentren bieten eigene Veranstaltungen an. Trotzdem haben wir auch noch Zulauf in diesem Bereich.”

Passend zum Aschermittwoch wird am 17. Februar die Ausstellung „Gesichter der Armut” eröffnet, die auf 16 Tafeln Menschen, deren Geschichte und Lebensbedingungen zeigt. „Weltreisen im eigenen Land” heißt ein Kursangebot, das ebenfalls im Februar starten wird. Ein Jahr lang sind die Teilnehmer eingeladen, sich der Frage des Fremden zu widmen und praktisch und theoretisch in verschiedenen, unbekannten Lebenswelten unterwegs zu sein.

Darüber hinaus können sich Erzieherinnen und Erzieher zu Waldpädagogen ausbilden lassen oder sich in einem „Vertiefungstag” mit der Welt der Spinnen auseinandersetzen. Ebenfalls für Erzieherinnen gedacht ist die Veranstaltung „Warum können wir uns nicht verstehen - Erziehungsstile in Familien aus anderen Kulturkreisen”.

Peter Heinzke: „Neu ist eine Rückenschule, die wir mit der Physiotherapeutin Wera Neugebauer anbieten wollen. Es wird Wirbelsäulengymnastik angeboten, aber die Kursteilnehmer sollen auch lernen, von innen heraus eine andere Körperhaltung zu bekommen.”

Ebenfalls neu ist die Aktion „Dürener Sozialrad”. Einige Männer arbeiten ehrenamtlich im Fahrradkeller (an der Tiefgarage Kuhgasse) und machen alte Drahtesel wieder flott, die dann an Menschen weiter gegeben werden, die sich sonst kein Fahrrad leisten könnten. Die ehrenamtlichen Helfer sind an jedem ersten Dienstag im Monat zwischen 15 und 18 Uhr in der Werkstatt. Es können auch alte Räder abgegeben werden.

Die Preise für die Kurse sind stabil geblieben. Es gibt zudem eine großzügige Gebührenbefreiung, so dass wirklich jeder mitmachen kann. Übrigens ist die Familien- und Erwachsenenbildungen seit kurzem auch mit dem Qualitätssiegel vom TÜV Süd ausgezeichnet worden.
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