Düren - Ein Ideengeber für Dürens City

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Ein Ideengeber für Dürens City

Von: Burkhard Giesen
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City-Manager Wilhelm Streb: „Man muss für Düren langfristige Ziele benennen und sie dann konkret angehen.“ Foto: Burkhard Giesen

Düren. City-Manager Wilhelm Streb hat eine heimliche Liebe. Eine Art Fernbeziehung. Würde man ihn fragen, welche Stadt so richtig schön ist, müsste er schon aus dienstlichen Gründen natürlich mit „Düren“ antworten. Dabei schlägt sein Herz nicht nur für Düren, sondern eben auch für Montpellier an der französischen Mittelmeerküste.

Das hat was mit seiner Biografie zu tun. Als gelernter Einzelhandelskaufmann hat der 48-Jährige in Berlin das Abitur über den 2. Bildungsweg absolviert und dann eben in Montpellier Wirtschaftsgeografie studiert. „Ich habe da noch gute Freunde“, erklärt Streb, warum er im Urlaub oft dort anzutreffen ist.

Der Weg nach Düren führte Streb erst zur früheren Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (GWS). Zuvor hatte er nach dem Studium noch eine Ausbildung mit den Schwerpunkten Marketing und Kommunikation durchlaufen. Seit Anfang 2006 ist er Geschäftsführer der CityMa. Die versteht sich als Verein zur Förderung der Innenstadtentwicklung und wurde von der Stadt, der IG City, also der Vertretung der Geschäftsleute, und der Interessenvertretung der Immobilieneigentümer gegründet. Strebs Aufgabengebiet: Stadtmarketing, in allen Facetten.

Das reicht vom Veranstaltungsflyer bis zur Wirtschaftsförderung. Eine breite Palette also, in der auch noch aktuelle Diskussionen wie der Masterplan für Düren oder die Umgestaltung der Fußgängerzone ihren Platz finden müssen. Streb versteht sich dabei als Ideengeber. „Beim Masterplan zum Beispiel hat der neue Beigeordnete Paul Zündorf Punkte mit aufgenommen, die vorher liegen gelassen wurden.

Zum Beispiel die Erkenntnis, dass die Straßenzüge rund ums Stadtcenter sich nicht von alleine aktivieren lassen, sondern Anreize geschaffen werden müssen, damit sich Private finanziell engagieren.“ Gemeinsam mit der Stadt oder anderen Partnern Ideen zu entwickeln und dann auch umzusetzen – so sieht er seine Rolle und nennt als gelungene Beispiele Aktionen wie „Düren leuchtet“.

Aber auch wenn es um Inhalte geht, ist Streb mit dabei: Von der Frage, wie sich das Image von Düren stärker herausstellen lässt und was es überhaupt ausmacht, bis zur Diskussion wie es gelingen kann, Düren auch für Touristen zu erschließen. Dass er sich für Düren ein Tourismusbüro als zentralen Anlauf- aber auch Koordinationspunkt wünscht, ist nicht neu.

„Düren liegt sehr zentral. Man ist schnell in der Eifel und der gesamten Euregio. Wir haben Museen und gute Einkaufsmöglichkeiten“, sagt der City-Manager, der glaubt, dass man mit genau diesen Pfunden gezielt um Tagestouristen buhlen kann, wenn man zusätzliche Angebote, die es an unterschiedlichsten Stellen von der VHS bis zum Stadtmuseum bereits gibt, besser miteinander verknüpft. Auch zum Nutzen der Dürener selbst: „Ein positives Image erfordert auch ein Binnenmarketing, damit der Dürener die Stadt selbst noch mal neu entdeckt.“ Und dadurch vielleicht auch wieder mehr schätzen lernt.

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