Düren - Ein Hotel an Dürens größter Kreuzung

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Ein Hotel an Dürens größter Kreuzung

Von: Burkhard Giesen
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EIn Hotel am Rande der Kernstadt schwebt Professor Wolfgang Meisenheimer für den Platz der Deutschen EInheit vor. Das Problem: Die Grundstücke befinden sich in Privatbesitz. Foto: Sandra Kinkel
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Das Modell von dem Hotel-Projekt hat Josef Winthagen angefertigt. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Einer der Kernsätze von Professor Wolfgang Meisenheimer geht so: „Man braucht Merkzeichen – Orte, an die man sich erinnert.“ Bei seinem Plan für die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes war das schon so.

Mit Bezug auf den dort früher weithin sichtbaren Wasserturm platzierte er eine vertikale Säule in doppelter Gebäudehöhe. Orte an die man sich erinnert, sind auch immer Orientierungspunkte. Und davon, sagt Meisenheimer, habe Düren eben nicht mehr so viele.

Eines dieser Merkzeichen wünscht sich Meisenheimer für die nicht gerade klein geratene Kreuzung Schenkel-/Tivoli-/Philipp-/August-Klotz-Straße, neuerdings auch Platz der Deutschen Einheit. Hier möchte Meisenheimer einen Hotelbau realisieren, am Rande der Kernstadt, aber nah genug an allen wichtigen Einrichtungen. Kleiner Haken: Das entsprechende Grundstück ist bebaut. Mit einem der Besitzer hatte Meisenheimer über seinen Plan gesprochen: „Der zeigte sich ganz aufgeschlossen.“

Seinen Hotelplan hat der Dürener Architekt deshalb auch so angelegt, dass alle bisher vorhandenen Nutzungen des Grundstücks auch künftig dort realisiert werden können. So sieht der Plan einen zylinderförmigen Hotelbau, umgeben von einem eingeschossigen Kragen, in dem sich ein Hotelrestaurant und Café befinden. Von da aus soll es auch einen Zugang zu dem bereits existenten kleinen Park geben – der, sagt Meisenheimer, „ist eine Kostbarkeit“.

In einem zweiten Kragenelement könnten dann die Rechtsanwalts- und Arztpraxen untergebracht werden. Zudem gäbe es einen entsprechenden Zugang zu einer Tiefgarage für die Hotelgäste. Denkbar wäre auch noch ein zweigeschossiger Häuserblock mit Stadtwohnungen, damit in der Wohnbebauung keine zu große Lücke klafft. Auf dem Dach des Hotels soll es zudem eine schöne Panorama-Bar mit Blick über die Innenstadt geben.

„Bei einer Stadt dieser Größenordnung ist ein modernes Hotel angemessen“, betont Meisenheimer, dem dieser Ort auch deshalb so gut gefällt, weil er damit die Aufmerksamkeit vom Stadthallengrundstück wegholen kann und es zudem seinen Plan vom Industriemuseum auf dem Hoeschplatz unterstützt: zwei Minuten entfernt ein Hotelbau für Dürens Gäste würde perfekt passen. Zumal Meisenheimer an dieser Stelle sowieso die moderne Architektur als Signal für die Zukunft versteht, während gleichzeitig zum Beispiel die Historie im Museum aufbereitet wird. „Wir müssen eine Perspektive entwickeln und benötigen dafür Projekte, auf die man sich freuen kann.“

Stattdessen, sagt Meisenheimer weiter, guckt man in Düren eher zurück auf die Vorhaben, die gescheitert sind oder beginnt mit der Suche nach einem Investor und der Geldfrage. „Das ist falsch“, betont er: „Man muss selbst planerisch tätigt sein.“

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