Düren - Ein höchst unterhaltsamer „Spaßgesellschaftsabend”

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Ein höchst unterhaltsamer „Spaßgesellschaftsabend”

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Biggi Wanninger (links) und Anne Rixmann begeisterten im Rahmen der neunten „Spaßgesellschaftsabende” im vollbesetzten Saal des Dürener Foto: Sandra Kinkel

Düren. In einem Punkt haben Biggi Wanninger und Anne Rixmann sich geirrt. Und zwar ganz gewaltig. „Zwei ist eine zu viel” hieß nämlich das Programm, mit dem die beiden Vollblut-Kabarettistinnen aus Köln am Montagabend im Rahmen der „Spaßgesellschaftsabende” im „Komm”-Zentrum gastierten. Und das war eindeutig falsch.

Bei Anne Rixmann und Biggi Wanninger war keine zu viel - im Gegenteil: Die beiden Domstadt-Amazonen begeisterten das Publikum in dem ausverkauften Saal mit viel Klamauk, bissig-heiterer Selbstironie und jeder Menge Musik. Denn singen können Biggi Wanninger und Anne Rixmann auch.

Freche Lieder und gute Gags

Biggi Wanninger ist seit vielen Jahren Präsidentin der legendären Kölner Stunksitzung, Kollegin Anne Rixmann kommt aus dem hohen Norden, lebt aber mittlerweile auch in Köln.

Die beiden haben im „Komm”-Zentrum eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auch ohne Karneval jeden humoristischen Wunsch bedienen können. Bei dem Programm der beiden Voll-Weiber geht es deftig zu, derb und manchmal vielleicht auch ein bisschen unter der Gürtellinie - immer jedoch irrsinnig komisch.

Das Programm ist schnell, spritzig, abwechslungsreich, freche Lieder und gute Gags wechseln sich ab. Es geht um Frauen in der Politik („Du kannst Angela Merkel doch nicht mit Brigitte Monhaupt vergleichen! Die war Terroristin.” „Warum denn nicht? Frau Merkel hat doch auch viele Männer aus dem Weg geräumt.”), um die Bankenkrise („Ich regel das - ich bin Vorsitzende vom Sparkästchenverein.”) und die deutsche Bevölkerung in 50 Jahren („In 50 Jahren gibt es noch zehn Millionen Deutsche: Neun Millionen sind die Nachfahren von Erweckungschristen und Moslems, der Rest sind Urenkel von Ursula von der Leyen”).

Zwischendurch begeisterten Biggi Wanninger und Anne Rixmann als die beiden sibirischen Kampf-Hebammen Svetlana und Olga („Deutsche Frauen immer wollen diskutieren. Wenn ich reden will, dann ich rede mit Pferd. Aber nie mit Mann oder Huhn. Beide sind zu dumm!”).

Auch die hinduistische Beerdigung von Wolf-Dieter, Lehrer an der Wolfgang-Lindenberg-Gesamtschule in Kerpen wurde thematisiert („Was sagt man zu einem Hindu, der sich hinlegen soll? Hindu, kusch!”), genauso wie die Klimakatastrophe und auch die „Klimakteriumskatastrophe”, unter der viele Frauen im Alter von Biggi Wanninger und Anne Rixmann leiden.

Kaum zu überbieten

Besonders viel Applaus ernteten die beiden tollen Frauen, als sie als die beiden Omas Brigitte Schmitz-Klettenberg und Annemie eine Leihmutter suchen („Kinder wollten wir keine. Aber jetzt hätten wir gerne ein Enkelkind!”).

Insgesamt war der Abend mit Biggi Wanninger und Anne Rixmann im „Komm”-Zentrum an Spaß, Witz, Komik und auch jeder Menge Intelligenz kaum noch zu überbieten. Die Zuschauer erlebten einen wahren, fast die ganze Zeit andauernden Angriff auf ihre Lachmuskeln.

Bleibt zu hoffen, dass das am Montag auch so ist. Dann tritt um 20 Uhr Murat Topal mit seinem Programm „Tschüssi Copski!” im Rahmen der „Spaßgesellschaftsabende” auf.
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