Ein großer Auftritt der Nachwuchskicker

Von: Andreas Bongartz
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Perfekte Dribblings und spanne
Perfekte Dribblings und spannende Zweikämpfe konnten neben den zahlreichen Zuschauern auch die vielen Scouts beobachten, die sich an den beiden Turniertagen in der Dürener-Arena eingefunden hatten. Foto: Andreas Bongartz

Düren. Übersteiger, Hackentrick -in der Arena Kreis Düren gab es am Wochenende beim 17. Dürener Junioren Hallensportfest so manches Kabinettstückchen der Nachwuchskicker zu bewundern. Kein Wunder, wenn man sich die Liste der teilnehmenden Vereine und die der ehemaligen Spieler anschaut.

Denn beim traditionellen Turnier von FC Düren-Niederau, Viktoria Birkesdorf und Alemannia Straß präsentieren sich die Spitzenteams der Bundesliga mit ihren jungen Talenten. Mario Götze, Marco Reus, Nuri Sahin - die Liste der ehemaligen Teilnehmer, die in Düren erstmals auf ihr Können aufmerksam machten und mittlerweile den Weg in legendäre Clubs oder Nationalmannschaften gefunden haben, ist lang.

Hans Hinzen, Organisator der Dürener Traditionsveranstaltung, kann da so manche Anekdote erzählen. Etwa vom Turnierfinale 1999, als der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt 50 Sekunden vor Schluss mit 1:2 zurücklag. „Ein gewisser Lukas Podolski machte dann noch zwei Tore und schoss Köln zum Sieg.”

Zum besten Spieler des Turniers wurde der kleine Podolski damals allerdings nicht gewählt. Die Wahl fiel damals auf Ibrahim Afellay, der mittlerweile beim FC Barcelona kickt. „Jedes Jahr haben wir sieben bis acht Spieler bei unserem Turnier, die später den Sprung schaffen”, weiß Hinzen, der beim Dürener Turnier von der „größten Talentschau Deutschlands” spricht. „Hier sitzen von fast allen Vereinen Talentscouts auf den Bühnen. Auch aus England und Holland kommen Scouts nach Düren.”

Bei der 17. Auflage des Hallensportfestes könnte die Aufmerksamkeit der Scouts auf Benjamin Heinrichs gefallen sein. Der junge Spieler von Bayer 04 Leverkusen, der auch in der U 15-Nationalmannschaft kickt, wurde zum besten Spieler gewählt und mit sieben Toren ebenso bester Torschütze. Fündig geworden sind sie vielleicht aber auch beim Team der TSG Hoffenheim.

Die Hoffenheimer gewannen das Turnier nach einem spannendenn Finale gegen Eintracht Frankfurt mit 3:0. Die Hoffenheimer lösen damit Bayer 04 Leverkusen als letztjährigen Sieger ab und setzten sich damit gegen zwölf weitere Bundesligateams durch. So gingen unter anderem der 1. FC Köln, Borussia Dortmund und Mönchengladbach, der FC Schalke 04, der 1. FSV Mainz 05, Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV in Düren an den Start.

Mit dabei waren mit dem FC Düren-Niederau und Viktoria Arnoldsweiler auch zwei Teams von der Rur, die durchaus mit den Bundesligisten mithalten konnten. So schafften es die Niederauer bis in die Zwischenrunde, wo sie Mönchengladbach knapp mit 2:1 unterlagen. „Das ist natürlich traumhaft für die, gegen so namhafte Vereine zu spielen”, weiß Hans Hinzen.

Begonnen hatte das 17. Dürener Junioren Hallensportfest bereits am Samstag mit einem D-Junioren Einlageturnier. Und auch hier gaben sich die Bundesligisten die Klinke in die Hand: Insgesamt zwölf Teams gingen in der Sporthalle Birkesdorf an den Start, darunter acht Bundesliga-Nachwuchsmannschaften. Mit dem FC Köln, dem FC Schalke, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, dem Karlsruher SC, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 konnten sich zwei Teams des FC Düren-Niederau und eine Mannschaft von Jugendsport Wenau messen.

Ebenfalls mit von der Partie war eine japanische Auswahl, die von Gert Engels betreut wurde. Engels und die japanischen Kicker waren beim Turnier für den guten Zweck unterwegs und sammelten Spenden für die Tsunami-Opfer. „Durch den Sport kann man den Kindern helfen”, sagte Engels und appellierte an die Hilfsbereitschaft der rund 1800 Besucher des Hallensportfestes.

Gewinner des D-Junioren Turniers waren die Nachwuchs-Kicker von Bayer Leverkusen. Bester Torschütze wurde der Leverkusener Kai Havertz, bester Torwart Jan Christoph Bartels von Mainz 05, Gabriel Kyeremateng von Borussia Dortmund bester Spieler des Turniers.
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