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Ein echter Standortfaktor

Von: inla
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Düren. Vier weitere Grundschulen in der Stadt Düren sollen ab dem kommenden Schuljahr einen Ganztagesbetrieb anbieten. Neben Derichsweiler und Gürzenich werden es die Einrichtungen in Arnoldsweiler und Echtz sein.

„Wir schreiben die Erfolgsgeschichte der Offenen Ganztagsgrundschulen fort”, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Albert Eßer. Der Rat wird über die Pläne entscheiden - das ist freilich eine Formsache, weil nicht nur die Christdemokraten, sondern auch Koalitionspartner FDP dafür sind. Die allerletzte Entscheidung liegt dann beim Regierungspräsidenten.

Damit würden 17 von 19 Dürener Grundschulen Nachmittagsangebote machen. Bislang sind Niederau und Birgel nicht dabei - noch nicht, wie Hermann-Josef Geuenich, Vorsitzender des Schulausschusses am Mittwoch sagte. In den beiden Stadtteilen seien die baulichen Voraussetzungen „nicht so einfach”, es fehlt an Platz, außerdem sei der Bedarf derzeit noch nicht gegeben.

Es feht Geld

Das sieht in Derichsweiler, Gürzenich, Arnoldsweiler und Echtz anders aus. Die Stadt muss insgesamt 25.000 Euro in die Hand nehmen, um etwa Küchen umzubauen, neu anzuschaffen oder Möbel zu kaufen - für alle vier Schulen. „Das ist überschaubar”, sagte FDP-Vizebürgermeister Hubert Cremer. Das Land unterstützt Umwandlungen in Offene Ganztagsgrundschulen mit jährlich 820 Euro pro Schüler. Die Stadt muss 410 Euro beisteuern. Diesen Betrag versucht sie über Elternbeiträge rezufinanzieren.

Das aber gelingt nur bedingt, weil die Gebühren nach Einkommen gestaffelt sind und umgerechnet im Schnitt nur 300 Euro hereinkommen. Maximal liegt der Höchstsatz bei 100 Euro pro Monat (bei mehr als 49.000 Euro Jahreseinkommen). Künftig muss das Rathaus rund 66.000 Euro zuschießen. Möglicherweise, so Karl-Albert Eßer, wird es „eine maßvolle Anhebung der Beiträge geben”.

Das Programm am Nachmittag übernimmt ein eigener Träger, der Angebote (unter anderem Hausaufgabenbetreuung, Sport, Spiele) organisiert. „Ganztagsschulen sind der Trend schlechthin”, sagten die Fraktionschefs Eßer und Cremer.

Alleinerziehende zum Beispiel seien flexibler, vor allem in beruflicher Hinsicht. Mittlerweile sei es ein „echter Standortfaktor”, ob eine eine Schule Ganztagsangebote mache, sagte Hermann-Josef Geuenich.
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