Merzenich - Ein Autorenpaar mit unerwarteten Ansichten

Ein Autorenpaar mit unerwarteten Ansichten

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
merzenich_westermann_bu
Freuen sich auf die Lesung mit Christine Westermann: Landrat Wolfgang Spelthahn, Kulturausschussvorsitzende Käthe Rolfink sowie Anke Otten und Bernd Ohlemeyer vom Verein „Merzenich Event” (v.l.) Foto: S. Kinkel

Merzenich. Bis jetzt waren bei den hochkarätig besetzten Lesungen in der Alten Kirche in Merzenich fast immer Herren zu Gast, zuletzt Hardy Krüger und Dr. Alfred Biolek. In diesem Jahr hat sich der Wunsch des Vorsitzenden von „Merzenich Event” erfüllt: Es ist gelungen, zur Lesung 2010 eine Autorin einzuladen.

Die bekannte Fernsehjournalistin und Buchautorin Christine Westermann wird aus ihrem Werk „Aufforderung zum Tanz” lesen, das sie gemeinsam mit Jörg Thadeusz geschrieben hat. Schirmherr der Veranstaltung ist Landrat Wolfgang Spelthahn.

In ihrem Buch veröffentlichen Christine Westermann und Jörg Thadeusz ihren regen Briefwechsel, in dem sie die großen und kleinen Themen des Lebens betrachten: Es geht um Liebe, Treue, Älterwerden, Arbeit und Nichtstun. Dabei überraschen sie den Leser mit unerwarteten Ansichten und Schlussfolgerungen, oder tänzerisch ausgedrückt mit Pirouetten oder einem rasanten Marsch übers Parkett.

„Es ist uns wichtig”, so Bernd Ohlemeyer, „Kultur auch in eine kleinere Gemeinde wie Merzenich zu bringen. Und wir verkaufen die Eintrittskarten deswegen für kleines Geld, damit möglichst viele Leute sich eine Karte leisten können.”

Für die musikalische Gestaltung der Lesung sorgt der Merzenicher Pianist Tobias Klein, der unter anderem mit der Big Band des Wirteltor-Gymnasiums musiziert. Landrat Wolfgang Spelthahn lobte das Engagement des Vereins „Merzenich Event” und die tollen Lesungen, die dort geboten werden. Es sei „enorm viel Arbeit, das alles zu organisieren”. Arbeit, die sich lohnt. Denn „wir erleben hier in Merzenich wirklich immer wunderbare Abende.”

Spelthahn bedauert nur, dass die Alte Kirche in Merzenich nicht überdacht ist. Eine Dachlösung wäre schon allein deswegen toll, „weil man an diesem schönen Ort, dann öfter Kulturveranstaltungen machen würde”, so Spelthahn. Vor einigen Jahren hat es bereits einmal den Versuch zu geben, für die Merzenicher Kirchenruine ein Glasdach anzufertigen. Daraus ist nichts geworden. Spelthahn: „Ich möchte einfach in dieser Sache noch einmal einen Impuls für bürgerschaftliches Engagement geben.”

Sollte es bei der Lesung mit Christine Westermann regnen, wird die Veranstaltung im benachbarten Heimatmuseum stattfinden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert