Langerwehe-Merode - Ein Amokläufer entsetzt Merode

Whatsapp Freisteller

Ein Amokläufer entsetzt Merode

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
5488533.jpg
Beweis einer grausigen Tat: ein Einschussloch in einer Fensterscheibe.
20130509_000021f24fd5aece_2013_05_09pol018.JPG
In der Nacht auf Donnerstag ist ein Täter in Merode Amok gelaufen - und hat auf mehrere Menschen geschossen. Foto: Ralf Roeger

Langerwehe-Merode. „Wir sind erschüttert. Das Dorf ist wie gelähmt.“ Ortsvorsteher Albert Trostorf kann es nicht fassen. In dem knapp 800-Seelen-Örtchen Merode hat sich ein unfassbarer Amoklauf ereignet. Ein 63-jähriger Mann hat zunächst seine Ehefrau erschossen und danach drei weitere Personen zum Teil schwer verletzt.

„Wir sind erschüttert. Das Dorf ist wie gelähmt.“ Ortsvorsteher Albert Trostorf kann es nicht fassen. In dem knapp 800-Seelen-Örtchen Merode hat sich ein unfassbarer Amoklauf ereignet. Ein 63-jähriger Mann hat zunächst seine Ehefrau erschossen und danach drei weitere Personen zum Teil schwer verletzt. Als er von der Polizei gestellt wurde, hat der Täter versucht, sich selbst zu erschießen. Der Mann liegt im Aachener Klinikum, schwebt in Lebensgefahr. Während sich die Tat ereignete, wurde wenige Hundert Meter weiter in Schlich Maifest gefeiert. Alle drei Opfer sind in der Meroder Dorfgemeinschaft sehr aktiv – in der Pfarrgemeinde, der Bläservereinigung und bei den Schützen. Und im Ort überaus beliebt. Ob es allerdings eine Verbindung zwischen dem Täter und den drei Opfern gibt, oder der Mann sie zufällig ausgesucht hat, konnte Oberstaatsanwalt Robert Deller gestern noch nicht sagen. „Nach dem bisherigen Stand unserer Ermittlungen lässt sich kein System erkennen.“ Auch wollte Deller nicht bestätigen, dass der Amokläufer psychisch krank sei. „Wir gehen entsprechenden Hinweisen aber nach.“ Und weiter: „Etwas Derartiges habe ich in den ganzen Jahren meiner Dienstzeit noch nicht erlebt.“ Man könne von Glück sagen, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei, so Deller.

Der Gewalttäter soll zunächst seine Ehefrau erschossen haben. Dem Vernehmen nach soll der einzige Sohn der Familie, der noch bei den Eltern gewohnt hat, die Mutter gefunden haben. Anschließend soll der Täter zunächst in die Schlossstraße gefahren sein. Hier hat er um 3.10 Uhr mit einem schweren Hammer gegen die Haustür geschlagen und die Bewohner geweckt. Als die 52-jährige Bewohnerin die Tür öffnete, gab der Täter sofort zwei Schüsse auf sie ab. Anschließend stieg er in sein Auto und fuhr zu seinen nächsten Opfern in der Kreuzherrenstraße in Merode und der Schlicher Straße in D‘horn. Auch hier soll er geschellt und nach Öffnen der Tür unverzüglich geschossen haben.

Nach Informationen der „DN“ soll der Täter auch noch an einem vierten Haus geklingelt haben. Hier ist ihm allerdings nicht aufgemacht worden. Deller: „Dazu kann ich nichts sagen. Das muss erst noch ermittelt werden.“

Die Bürgerinnen und Bürger von Merode versuchen indes, das schreckliche Geschehen in ihrem Ort zu verstehen – und zu verarbeiten. „Die Stimmung ist sehr bedrückt. Wir wollten am Samstag Spielplatzfest feiern“, so Ortsvorsteher Albert Trostorf. „Wenn es nach mir geht, verschieben wir das auf einen späteren Zeitpunkt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert