Düren - Ein Abend voller Schwung und musikalischer Eleganz

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Ein Abend voller Schwung und musikalischer Eleganz

Von: Andreas Bongartz
Letzte Aktualisierung:
Sängerin Ina Hagenau ergänzt
Sängerin Ina Hagenau ergänzte perfekt das Salonorchester „Salon Rouge”, das im Haus der Stadt in der Reihe „Musik im Foyer” erstklassige Unterhaltung bot. Foto: Andreas Bongartz

Düren. Eine kleine Zeitreise stand jetzt auf dem Programm der Konzertreihe „Musik im Foyer”. Nicht nur gab es bei der Veranstaltung im Haus der Stadt ein Wiedersehen mit dem Salonorchester „Salon Rouge”.

Die siebenköpfige Gruppe um die Geigerin Johanna Schmidt entführte die zahlreichen Zuhörer auch erneut in die musikalische Welt der Jahrhundertwende sowie der 1920er und 1940er Jahre: Salonmusik, klassische Walzer, Zigeunermusik, Tonfilmschlager und Swing standen auf dem Programm des Abends, zu dem die Cappella Villa Duria am Wochenende eingeladen hatte.

Es war ein Abend - so viel sei vorweggenommen - voller Schwung und musikalischer Eleganz. Klassische Unterhaltungsmusik stand zwar vordergründig auf den Notenblättern der Musiker aus der Euregio-Maas-Rhein, die Instrumentalisten wanderten dabei jedoch nicht auf ausgetretenen Pfaden der Belanglosigkeit: Was sie dem Publikum im Foyer des Hauses der Stadt präsentierten hatte Klasse und mitunter auch ordentlich Feuer in den Klangkörpern. Bei argentinischen Tangos lag südamerikanisches Temperament in der Luft, beim 6. ungarischen Tanz von Johannes Brahms war die Lebenslust der Roma zu spüren.

Ein Verdienst der individuellen Klasse der Musiker, die im Zusammenspiel wunderbar harmonierten und ein stimmungsvolles Klangbild boten. Mit Soloeinlagen stachen die Künstler dabei immer wieder aus dem Bandgefüge heraus, so stand Johannes Flamm an der Klarinette ein ums andere Mal im Scheinwerferlicht und bewies dem Dürener Publikum die klangliche Vielseitigkeit seines Instruments.

Manfred Hilgers ams Kontrabass wusste ebenso zu überzeugen wie Ensemblechefin Johanna Schmidt. Schmidt spielte sich an der Violine teilweise regelrecht in Rage: Im temperamentvollen Zusammenspiel mit Hilgers und Flamm war die Leidenschaft nicht nur hörbar, sondern auf der Bühne auch live zu sehen. Die Auswahl des Repertoires für das Konzert in Düren ließ zudem in Punkto Abwechslung keinerlei Wünsche übrig: Von traditioneller Salonmusik über swingende Ohrwürmer bis hin zu feurigen Tänzen, Paso Dobles und Tangorhythmen ging die musikalische Entdeckungsreise, die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken gestalteten sich dabei reibungslos.

Hatte man zu Beginn des Konzerts vielleicht noch den Wunsch nach einem, das Orchester ergänzenden Gesang, so wurde dieser mit dem Auftritt von Ina Hagenau ebenfalls erfüllt. Wie bereits beim zurückliegenden Gastspiel von „Salon Rouge” setzte die Dürenerin als Gesangssolistin das Sahnehäubchen auf die Darbietung der Musiker. Bei Stücken wie „Honeypie” oder „Ja das Küssen” fügte sich Hagenaus warme Stimme wunderbar in das Klangbild ein, ohne zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Das nächste Konzert des Konzerforums „Cappella Villa Duria” unter der Leitung von Johannes Esser findet am Sonntag, 18. März, um 18 Uhr in der Marienkirche in Düren statt.

Bei dem Passionskonzert werden „die letzten sieben Worte Jesu am Kreuz” von C´sar Franck, „Kol Nidrei” von Max Bruich und „Stabar Mater” von Franz Schubert aufgeführt.

Als Solisten konnten Marion Schoeller (Sopran), Jeffrey Krüger (Tenor), Wolfgang Tombeux (Bass) und Matthias Purrer (Violocello) verpflichtet werden. Darüber hinaus werden Chor und Sinfonieorchester der „Cappella Villa Duria” zu hören sein.

Die Eintrittskarten für das Passionskonzert kosten 18, 20 und 22 Euro. Tickets gibt es ab sofort an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Tel. 02421/251317, und an der Kulturtheke im Bürgerbüro am Markt, Tel. 02421/252525.

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