Düren - Ehrenamtler setzen die Drehscheibe wieder in Bewegung

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Ehrenamtler setzen die Drehscheibe wieder in Bewegung

Von: bugi
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Erstmals seit Jahrzehnten wird die historische Drehscheibe am Dürener Bahnhof wieder ihrem Namen gerecht.

Düren. Wenn Dieter Fücker vom Dürener Stadtmuseum und der ehemalige Eisenbahner Josef Krott aus Jülich sich Anfang September ins Thüringische Meiningen aufmachen, dann absolvieren sie zwei Besichtigungstermine: das Ausbesserungswerk für alte Dampfloks und eine Visite im angeschlossenen Museum.

Das ehrgeizige Ziel: sie wollen den Verantwortlichen im Ausbesserungswerk davon überzeugen, dass sich eine Dampflok als Leihgabe in Düren sehr gut machen würde.

Dass die beiden Ehrenamtler Überzeugungsarbeit leisten können, zeigt sich nicht zum ersten Mal an der Stelle, für die die Dampflok gedacht ist: die denkmalgeschützte Drehscheibe aus dem Jahr 1874. Ehrenamtler aus dem Dürener Stadtmuseum haben bereits rund 400 Arbeitsstunden investiert, um das Denkmal fachgerecht wieder auf Vordermann zu bringen. Und das mit Unterstützung zahlreicher Firmen und Institutionen aus dem Dürener Land, die Fücker angesprochen und um Hilfe gebeten hat. Und natürlich mit Unterstützung der Bahn.

Erstmals seit Jahrzehnten konnte die eingerostete Drehscheibe überhaupt wieder bewegt werden. „Die Kupplung war vollkommen festgerostet, das mussten wir reparieren“, berichtet Fücker. Zudem wurde die Handkurbel erneuert, die die Scheibe nun wieder zur Drehscheibe machte – wenn auch vorerst nur zur mechanischen. Fücker: „Wir hoffen, die Drehscheibe bald auch wieder elektrisch fahren zu können.“ Bis dahin gilt es aber noch viele weitere Arbeitsstunden zu investieren.

Derzeit wird das Wärterhäuschen repariert, die Scheiben erneuert, alles entrostet und das Dach erneuert. Und auch unter der Drehscheibe wartet noch Arbeit. Hier wurde bereits der Abfluss freigelegt. Jetzt muss noch das Pflaster erneuert und verfugt werden. Auch an die Schwellen muss man ran. Dafür wurden eigens alte Schwellen organisiert, um denkmalgerecht weiterarbeiten zu können. Mitte September soll zudem der Ring um die Drehscheibe, in dem sich jetzt noch Gestrüpp befindet, mit einer Drainage und Schotter versehen werden.

„Die Arbeiten kommen gut voran“, freut sich Fücker, der zum Tag des Denkmal im September 2015 eine Feier organisieren möchte. Wenn alles gut geht, vielleicht sogar mit einer Dampflok und einem kleinen Museum direkt gegenüber der Drehscheibe. „Wir verhandeln noch mit der Bahn. Aber die Chancen stehen sehr gut“, betont Fücker. Im Überzeugen ist Fücker schließlich gut.

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