Düren - Ehemalige Ordensfrau spricht über Frauen in der Kirche

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Ehemalige Ordensfrau spricht über Frauen in der Kirche

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Majella Lenzen (links) und Gilla Knorr wollen im 7. „Lila Salongespräch „die Situation von Frauen in der Kirche in den Fokus rücken.

Düren. Im letzten „Lila Salongespräch“, das die Frauenbeauftragte Gilla Knorr vor ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bei der Dürener Stadtverwaltung begleitet, erzählt die frühere Ordensfrau Majella Lenzen am Donnerstag, 28. August, ab 19.30 Uhr im „Komm“-Zentrum aus ihrem Leben erzählen und referiert aus ihren beiden Büchern „Das möge Gott verhüten“ und „Fürchte dich nicht!“.

„Majella Lenzen macht auf die Situation von Frauen in Kirche aufmerksam, weil es nur so möglich ist, dass sich langfristig etwas verändert“, beschreibt Gilla Knorr den roten Faden und das Anliegen der Referentin des 7. „Lila Salongesprächs“, das sich als gesellschaftliches Forum versteht.

Majella Lenzen, die nach 40 Jahren Dienst in der katholischen Kirche und Jahrzehnte langem Einsatz als Missionskrankenschwester in Afrika, entlassen wurde, berichtet, wie sie schreibend versuchte, diese Erfahrung zu verarbeiten. „Um vor mir selber gerade zu stehen, aber auch aus dem tiefen inneren Bedürfnis heraus, mich den Mitschwestern zu erklären“, sagt sie.

Ihr erstes autobiografisches Buch „Das möge Gott verhüten“ hielt sich wochenlang ganz oben auf den Bestsellerlisten. Den Mut dazu, es zu schreiben, fand sie bei einem Treffen des Dürener Frauenforums, wo sie erstmals offen über ihre Erfahrungen berichtete.

„Ermutigung für Frauen“

Gilla Knorr führt den verblüffenden Erfolg des Buches auch darauf zurück, dass es am persönlichen Beispiel den Leserinnen und Lesern die Tür aufstößt zu ihnen oft völlig unbekannten Strukturen: „Das ist für viele eine nicht nachvollziehbare Welt. Majella Lenzen war mutig genug, Dinge sichtbar zu machen, die vorher verborgen waren. Und sie ist eine Ermutigung für Frauen, die in der gleichen Lage sind.“

Im „Lila Salongespräch“ erzählt Majella Lenzen nicht nur rückblickend auf der Basis der beiden Bücher, warum sie keine Nonne mehr sein konnte. Sie stellt auch ihre derzeitigen Pläne vor und schildert, wie ihr Verhältnis zu Orden und Kirche jetzt ist und wie sie zum Sprachrohr und zur Ansprechpartnerin für viele Frauen geworden ist, die sich in der gleichen Situation befinden wie sie.

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