Ehemalige Feinde sind seit 50 Jahren Freunde

Von: elfa
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Mit einem Konzert der Musiker des Konservatoriums von Valenciennes endeten die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft von Valenciennes und Düren. Foto: Elmar Farber

Düren. Mit einem klassischen Konzert in der Christuskirche sind die Feierlichkeiten anlässlich des Städtepartnerschaftsjubiläums von Düren und Valenciennes im Rahmen der Interkulturellen Woche offiziell abgeschlossen worden.

Diese Städtepartnerschaft, die im Frühjahr 1959 beschlossen wurde, „war eine der ersten Partnerschaften dieser Art in Frankreich und in Nordrhein-Westfalen”, so die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Stadt Düren, Ina Schoeller.

Inzwischen ist die Städtepartnerschaft und der mit ihr einhergehende gesellschaftliche Austausch fester Bestandteil in den Veranstaltungskalendern von Valenciennes und Düren. Im halben Jahrhundert des Bestehens der Partnerschaft haben viele Dürener Schulen, Vereine und andere Gruppen feste Kontakte zu Partnern in Valenciennes geknüpft. Jährlich finden mehr als 20 Begegnungen statt.

„Dieses Konzert reiht sich nahtlos ein in die Kette musikalischer Begegnungen”, so Ina Schoeller, die den Musikern des Konservatoriums von Valenciennes dafür dankte, die fünfstündige Hin- und Rückfahrt für das Abschlusskonzert auf sich genommen zu haben. Unter der Leitung von Jean-Marie Rodrigues gaben das Streichorchester des Konservatoriums, der Chor sowie die Solisten E. Piot, I. Galice und M. Rampht eine beeindruckende Kostprobe ihres künstlerischen Könnens.

Im ersten Teil des Konzerts hörten die Besucher der Christuskirche - unter ihnen zahlreiche Ehrengäste aus den Partnerstädten - das „Magnificat” von Girolamo Frescobaldi, die „Kurze Messe” von Lo Dlibes und das „Wiegenlied” aus der Oper „Jocelyn” von Benjamin Louis Paul Godard. Nach der Pause, die aufgrund der defekten Heizung etwas verkürzt wurde, ging es weiter mit Kerouvimis „Bulgarischer Melodie” und dem „Lied von Jean Racine” von Gabriel Faur. Den Abschluss bildete Antonio Vivaldis „Gloria” für Chor und Orchester.

Die freundschaftliche Verbundenheit der ehemals verfeindeten Nationen, die in Städtepartnerschaften wie der zwischen Düren und Valenciennes zum Ausdruck kommt, beruhe auf dem „Geist der Versöhnung”, so Schoeller. Nicht ganz unbeabsichtigt hatte man den Termin für das Konzert auf den Tag der Deutschen Einheit gelegt - ein Symbol für die „Rückkehr des friedlichen, demokratischen und ungeteilten Deutschlands”, so die Partnerschaftskomiteevorsitzende.
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