„Echte Fründe“: Schöner Mix aus Besinnung und Spaß

Von: heb
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Kölsch-rockig und doch weihnachtlich: Die „Echte Fründe“ erfüllen sich mit der „kölschen Adventszick“ einen Herzenswunsch. Foto: Koch

Kreuzau. „Halleluja“ und „Gloria“ hallte es zum Auftakt des Adventskonzerts der „Echten Fründe“ am Sonntagabend durch die Pfarrkirche St. Heribert. Soweit nicht ungewöhnlich, aber eine solche Interpretation der bekannten Kirchentöne hat das Gemäuer in seiner langen Geschichte aber wohl noch nicht erlebt.

Eine ruhige Interpretation der populären Brings-Version des Hallelujas setzte zum Auftakt ein Zeichen. Unter die Haut ging das „Gloria“ als zweistimmige Mitmach-Version. Der Funke zwischen Band und Publikum war endgültig übergesprungen. Wer die „Echten Fründe“ aber kennt, der ahnt, dass sich das musikalische Programm nicht auf kirchliche Stücke beschränken sollte.

Es war ein gelungener Mix, der das Konzert in der Folge charakterisieren sollte: Zum einen Stücke mit bewusst adventlichem Inhalt, zum anderen bekannte „kölsche Leeder“, deren adventlichen Charakter die fünf Musiker erkannt hatten und gekonnt vermittelten.

So fanden sich zwischen ruhigen Kölner Hits, wie „Minsche wie mir“ von den Höhnern oder „Stääne“ von den „Klüngelköpp“ auch weitgehend unbekannte Stücke, die nicht nur durch ihre Botschaften ihren Beitrag leisteten. Natürlich durften auch zwischen den Stücken einige adventliche Botschaften nicht fehlen.

Oft waren diese mit einem Augenzwinkern vorgetragen, so war die obligatorische Weihnachtsgeschichte eher für Lacher als zum Innehalten geeignet. Auch die bandeigene Adaption des Weihnachts-Evergreen „Last Christmas“ lud das Publikum eher zum Schmunzeln ein.

Eine Überraschung hielt das Programm der „kölschen Adventszick“ dann auch noch bereit: Bassist und Sänger Kevin Mörkens dirigierte einen Kinderchor aus 24 kleinen Sängern des St. Heribertus Kindergartens, die zwei Lieder von Rolf Zuckowski vortrugen –herzergreifend

„Mit dem Adventskonzert haben wir uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt“, gesteht Frontmann Reiner Mörkens, „wir haben nun acht Wochen intensiver Probe hinter uns und hoffen, dass unsere Idee auch ankommt.“ Nimmt man den Vorverkauf als Maßstab, können die Musiker jedenfalls nicht klagen.

Die Karten für die drei Konzerte der Adventsreihe gingen weg wie die sprichwörtlichen „heißen Semmel“. Ein Umstand der auch die jeweiligen Pfarren freut, die jeweils mit zwei Euro pro Karte unterstützt werden. Und auch der Praxistest erwies sich letztlich als erfolgreich: Das Publikum verabschiedete die Musiker mit tosendem Applaus. Zu hören ist die „kölsche Adventszick“ noch an den kommenden zwei Sonntagen in der Pfarrkirche Nörvenich und in Winden, jeweils um 17 Uhr.

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