Kreis Düren - EC-Karten-Pleite: Achtung bei Reise ins Ausland

EC-Karten-Pleite: Achtung bei Reise ins Ausland

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Es geht: Sparkassendirektor Professor Dr. Herbert Schmidt zog mit seiner EC-Karte gestern problemlos Geld am Automaten. Foto: Ottmar Hansen

Kreis Düren. „2010” - die Jahreszahl hat mehr als 30 Millionen EC- und Kreditkarten in Deutschland blockiert. Seit dem 1. Januar arbeiten Banken und Sparkassen fieberhaft daran, das Problem zu lösen.

Eine gute Nachricht konnte Sparkassendirektor Professor Dr. Herbert Schmidt in diesem Zusammenhang am Freitagachmittag verkünden: Die Lesegeräte in den Geschäften kommen deutschlandweit wieder mit allen Karten zurecht. Für die meisten Geldausgabeautomaten im Kreis Düren gelte das ebenfalls, so Schmidt.

Nur im Ausland müsse man derzeit damit rechnen, dass man mit der EC- oder Kreditkarte nicht bezahlen könne. Wer in diesen Tagen verreisen wolle, solle sich deshalb zuvor sicherheitshalber mit der Sparkasse in Verbindung setzen.

Die Chip-Karte werde aus einzelnen Bausteinen unterschiedlicher Hersteller zusammen gebaut, versuchte Dr. Schmidt das Problem zu erläutern. Der kleine goldene Chip vorne auf der Karte sei vom französischen Softwareunternehmen Gemalto offenbar falsch programmiert worden, so Schmidt. Allerdings seien auch Karten von anderen Herstellern in Deutschland ausgegeben worden - ohne Fehler. „160.000 EC-Karten von der Sparkasse Düren sind im Umlauf”, so Schmidt. „Wir prüfen derzeit, wieviele davon betroffen sind.”

Ob die eigene Karte fehlerhaft ist, lässt sich womöglich bei einer ersten Prüfung am Datum feststellen. Kritisch sind laut Deutschem Sparkassen- und Giroverband Kreditkarten mit Chip, die vor März 2009 ausgegeben wurden und EC-Karten, die vor Juni 2009 verteilt wurden.

Glück im Unglück: Noch sind die EC-Karten auf der Rückseite mit einem Magnetstreifen ausgerüstet, der meist die gleichen Daten enthält wie der Chip auf der Vorderseite. Kommt das Lesegeräte mit dem Chip nicht zurecht, schaltet es meist automatisch auf den Magnetstreifen um. Im Ausland stellt der Programmierfehler die Geldautomaten allerdings vor große Probleme.

Bislang haben sich etwa 30 Kunden mit einem Hilferuf aus dem Ausland bei der Sparkasse gemeldet. Schmidt: „Wir haben diese Fälle schnell und unbürokratisch gelöst.” Die Sparkasse hat für ihre Kunden eine Hotline geschaltet, die rund um die Uhr unter Telefon 02421/127444444 erreichbar ist. Infos gibt es auch auf der Internetseite der Sparkasse.

Alle betroffenen Kunden mit neuen EC-Karten auszurüsten, sei kurzfristig nicht machbar, betont der Sparkassen-Direktor. Die Banken setzten deshalb auf eine Lösung des Softwareherstellers. Schmidt: „Am besten wäre, wenn der Fehler auf der EC-Karte beim Einführen in den Geldautomaten automatisch behoben würde. Das Problem ist erkannt und lösbar.”
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