Dürens Unwetterbilanz: Brand, Unfall, 200 Einsätze

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Nach einem Blitzeinschlag stand der Dachstuhl eines Wohnhauses in Niederzier gestern Nachmittag in Flammen. Die Feuerwehr der Gemeinde hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Foto: Jörg Abels

Kreis Düren. Die Gewitterfront, die Dienstagnachmittag quer durch Nordrhein-Westfalen gezogen ist, hat auch im Kreis Düren ihre Spuren hinterlassen. Bis zum frühen Abend wurden bei der Rettungsleitstelle des Kreises in Stockheim rund 200 Einsätze gezählt.

Vor allem im Bereich Jülich und Aldenhoven liefen unzählige Keller voll, waren ganze Straßen und Plätze wie der Wohnmobilhafen am Brückenkopfpark überflutet. Auch die Gemeinde Niederzier war betroffen. Hier wurden zahlreiche Häuser geflutet und das Wasser stand in den Kellern teilweise bis über einen Meter hoch. An der „Großen Forststraße“ in Hambach musste die Feuerwehr Keller auspumpen, in Niederzier schlug ein Blitz in ein frei stehendes Wohnhaus an der Hochstedenstraße ein und löste einen Dachstuhlbrand aus.

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen Flammen aus dem Dach. Eine Rauchsäule stand weithin sichtbar über dem Gebäude. Die komplette Gemeindefeuerwehr war im Einsatz, unterstützt von der Drehleiter aus Stockheim. Personen wurden nicht verletzt. Die Hausbesitzerin war zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags nicht zu Hause. Nachdem das Feuer gelöscht war, setzte die Wehr auf der Suche nach versteckten Brandnestern auch eine Wärmebildkamera ein. Das THW wurde angefordert, um das Dach provisorisch abzudecken.

Auch der Straßenverkehr war vom Niederschlag betroffen und kam zeitweise zum Erliegen. So war die A44 teilweise nicht passierbar, da Erde aus der Böschung auf die Fahrbahn gerutscht war. Die L136 zwischen Jülich und Aldenhoven musste eine Zeit lang voll gesperrt werden, da sie überflutet wurde. Ebenso erging es der L12 zwischen Schevenhütte und Langerwehe, die derzeit noch immer nicht befahrbar ist. Zum Teil wurden auch Rettungskräfte daran gehindert, schnell zu den jeweiligen Einsatzorten zu gelangen, da aufgrund der Überschwemmungen kein Durchkommen möglich war.

Bei einem schweren Unfall auf der Landesstraße 257 zwischen Morschenich und Buir wurden nach ersten Angaben sechs Personen verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Unfallhergang war bei Redaktionsschluss noch nicht abschließend geklärt, allerdings müssen Teile der Fahrbahn überschwemmt gewesen sein. Mehrere Notärzte und Rettungswagen waren im Einsatz.

Auch auf der Annakirmes kam es durch den nachmittäglichen Starkregen zu Beeinträchtigungen. Die Fahrgeschäfte stellten ihren Betrieb vorübergehend ein. Gegen 16.30 Uhr konnten hier aber alle Vergnügungssüchtige bereits wieder dem heiteren Treiben nachgehen.

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