Düren - Dürens Mitte als neuer Treffpunkt

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Dürens Mitte als neuer Treffpunkt

Von: Burkhard Giesen
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Ein Platz, zwei Perspektiven: Dürens zentraler Friedrich-Ebert-Platz soll nach der Vision von Professor Meisenheimer künftig wieder als Treffpunkt mit einem zentralen Element dienen.
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Ein Platz, zwei Perspektiven: Dürens zentraler Friedrich-Ebert-Platz soll nach der Vision von Professor Meisenheimer künftig wieder als Treffpunkt mit einem zentralen Element dienen. Das Modell stammt von Josef Winthagen.

Düren. Wenn der Dürener Architekt Professor Wolfgang Meisenheimer seine Vision vom neu gestalteten Friedrich-Ebert-Platz vorstellt, greift er zu einem Bild: „Das ist das Foyer der Stadt. Und wie in einem Theater braucht man eine Ankündigung. Es ist nicht egal, was da passiert. Was man da erlebt, gilt für die ganze Stadt.“

Das mag leicht pathetisch klingen. Aber wenn man bedenkt, dass jeder, der durch Düren will, diesen Platz durchfährt, dann hat die Aussage von Meisenheimer mehr als nur Sinn. Sein Ziel: „Der Platz muss sich einprägen, er muss Charakter haben, mann muss davon erzählen können.“

Sechs Plätze, sechs wunde Punkte, hat sich der Dürener Architekt – wie bereits berichtet – in Düren herausgepickt, für die er Ideen entwickelt hat, wie sie neu gestaltet werden können. Beim Friedrich-Ebert-Platz setzt Meisenheimer voraus, dass der Bau der Umgehungsstraße B 56n fertiggestellt ist und die Fahrspuren von zwei auf eine reduziert werden können.

Das ermöglicht es, den inneren Ring kleiner zu machen und die Randzone zu vergrößern. In der soll künftig das Leben stattfinden. Meisenheimer schlägt rund um den gesamten Platz pergolaähnliche Bauten vor, die vor die Häuser gesetzt werden sollen. So wäre Platz für Cafés, kleine Kneipen, Kioske und andere Geschäfte. Dazu eine Reihe von hochstämmigen Bäumen, die die Architektur unterstützen.

Als zentrales Element zur Gestaltung des Platzes sieht Meisenheimer eine weithin sichtbare Säule in doppelter Gebäudehöhe. „Früher“, sagt Meisenheimer, „stand hier der Wasserturm, der von Weitem sichtbar war. Daran soll diese Säule erinnern.“ Der Wasserturm war zudem ummantelt von niedrigen Anbauten. Auch das will Meisenheimer angedeutet wieder aufnehmen. Drumherum schlägt er einen Kreis aus Pollern vor, die auch als Sitzmöglichkeiten dienen können.

Wichtig ist Meisenheimer, dass der Platz „aus seinem bloßen Verkehrsschicksal herausgehoben wird“, sich wieder einprägt und nebenbei auch noch einen praktischen Zweck erfüllt – den eines Treffpunktes.

„Die gestalterische muss mit einer sozialen Verbesserung einhergehen“, betont Wolfgang Meisenheimer. Ob das Einprägen mittels Säule oder Wasserfontäne oder gar einem Kunstwerk geschieht, sei weniger wichtig. Meisenheimer: „Ich kann mir 100 Varianten für die Gestaltung der Säule vorstellen.“ Zum Beispiel auch die Anregung eines Bürgers, in Anlehnung an den ehemaligen Wasserturm an dieser Stelle eine Säule so zu gestalten, dass sie künstlerisch das Thema Energie zum Beispiel mit angedeuteten Windsegeln wieder aufnimmt.

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