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Dürens Archiv demnächst im Netz

Von: Andreas Bongartz
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Düren. Fragt man Jugendliche, was sich wohl im Stadt- und Kreisarchiv Düren abspielt, so würden viele wohl weißhaarige Historiker in dunklen Kellergewölben vor ihrem inneren Auge sehen. Und wenn schon nicht solche exotischen Gruppierungen, dann doch aber wenigstens betagte Familienforscher oder Geschichtsvereinsmitglieder, die sich in Lesesäälen über dicke Aktenordner beugen.

Dass das Archiv von Jugendlichen genutzt wird, dürften sich wohl die Wenigsten träumen lassen. Genau dies ist aber Ziel eines neuen Projektes, das das Stadt- und Kreisarchiv jetzt mit der Stadtmauer AG des Stiftischen Gymnasiums ins Laben gerufen hat. „Dürener Archiv-Explorer: Virtuelle Entdeckungsreise durch das Archiv und die Geschichte einer rheinischen Stadt” lautet der Titel der fixen Idee, die zwar noch umgesetzt werden will, aber bereits preisgekrönt ist.

Denn das Archiv hatte sich mit dem Projekt bei dem Wettbewerb „Blick zurück nach vorn - Jugend und Archiv” des Landes NRW in Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen Lippe beworben und wurde im Rheinland als einer von sieben Preisträgern ausgewählt. Mit der Fördersumme von 6400 Euro soll der „Archiv-Explorer” nun entwickelt werden.

Und zwar unter Mitwirkung von Jugendlichen - Schülern aus der Stadtmauer AG des Stfitischen Gymnasiums. Denn die Jugendlichen, die sich unter Leitung von Dr. Achim Jaeger mit der Geschichte ihrer Heimat beschäftigen, sind das, was Hans-Helmut Krebs, der Leiter des Stadt- und Kreisarchivs, demnächst gerne häufiger in seinem Archiv sehen würde: junge Gäste. „Die Schüler von Dr. Jaeger sind die einzigen Jugendlichen, die regelmäßig ins Archiv kommen”, so Krebs.

Dies soll sich mit dem „Archiv-Explorer” künftig ändern: „Wir haben uns überlegt, wie wir Jugendliche ins Archiv locken können. Was können wir machen, was spricht sie an?” Die Antwort: Das Internet. So war denn schnell die Idee geboren, Teile des Archivs zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Nicht als trockenes Nachschlagewerk, sondern als digitaler Einstieg in die Arbeit des Archivs und die Geschichte der eigenen Stadt.

Denn was ein Archiv genau ist und wie man es nutzt, das wüssten die Wenigsten, meint Krebs. Urkunden, Siegel, Findbücher und Stadtpläne - derlei Archivalien, für den Anfang erst einmal 20, sollen in jugendgerechter Form präsentiert, erklärt und gleichzeitig mit Stadtgeschichte verknüpft werden. Beispielsweise könnte man über einen Stadtplan die verschiedene Straße anklicken und dann herausfinden, woher diese ihren Namen haben.

„Die Chance, die in dem Projekt steckt, ist, dass Fachkompetenz mit jugendlichen Interessen verknüpft wird”, sagt Dr. Achim Jaeger. Übrigens sei das Forschen im Archiv für Jugendliche eine ungemein spannende Angelegenheit: „Die Originaldokumente zu sehen statt nur zu googlen - das macht richtig Spaß.” Das Projekt „Archiv-Explorer” soll bis Mitte des Jahres fertiggestellt sein und dann online gehen. Zu erreichen wird es dann wohl über die Seite des Archivs sein: http://www.archive.nrw.de
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