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Dürener Spielplätze haben eine Lobby

Von: elfa
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Auch der 2009 errichtete Spielplatz in Lendersdorf befindet sich in einer ehrenamtlichen Patenschaft. Foto: elfa

Düren. Auf 122 Spiel- und Bolzplätzen können Dürener Kinder und Jugendliche in diesem Jahr rutschen, klettern, schaukeln, und toben. Nicht zuletzt durch die Erschließung neuer Wohngebiete steigt die Zahl der Spielplätze jährlich an.

„Ich bin froh darüber, dass in Düren trotz der schwierigen Finanzlage noch in Spielplätze investiert wird. In anderen Kommunen ist das nicht mehr der Fall”, sagt Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst des städtischen Jugendamtes.

Sehr zur Freude von Sabine Wagner steigt auch die Zahl derer, die sich ehrenamtlich um die Spielplätze in ihrer Nachbarschaft kümmern. 1987 hat das Stadtjugendamt die Aktion „Spielplatzpatenschaften in Düren” ins Leben gerufen. Mittlerweile befinden sich 32 Spielplätze in der Patenschaft von engagierten Bürgern, Vereinen oder anderen Gruppen.

Engagierte Problemlöser

Die Spielplatzpaten sind Ansprechpartner bei Problemen mit Anwohnern und „Fremdnutzern”. Sie vermitteln bei Konflikten, organisieren Feste, planen bei Veränderungen mit und melden Schäden an den Spielgeräten umgehend dem Dürener Service Betrieb (DSB), der mit der Pflege der städtischen Spielplatzanlagen betraut ist. Die Spielplatz-Lobbyisten sammeln Spenden und setzen sich dafür ein, dass die Kinder der Umgebung ein sicheres und attraktives Angebot auf „ihrem” Spielplatz vorfinden.

Immer zu Anfang des Jahres treffen sich die Spielplatzpaten, um Erfahrungen auszutauschen, Feste abzustimmen, Termine zu planen, aber auch um Missstände rund um ihre Spielplätze anzusprechen. „Für mich sind diese Treffen immer eine gute Weiterbildung”, sagt Bürgermeister und Jugenddezernent Paul Larue, der regelmäßig an den Treffen teilnimmt. Insgesamt zeichneten die Spielplatzpaten beim diesjährigen Treffen im Papst-Johannes-Haus ein positives Bild vom Leben auf den Dürener Spielplätzen. Besonders mit der Arbeit des DSB waren die Paten zufrieden. Allerdings besteht auch ein akuter Sanierungsbedarf bei einigen Spielplätzen.

Beispielsweise befürchtet man im Biff-Park, den beliebten Grenzland-Cup für jugendliche Skater zukünftig aufgrund des schlechten Zustands der Anlage nicht mehr austragen zu können. Andere Probleme gibt es teilweise mit Jugendlichen, die die Kinderspielplätze als Treffpunkt nutzen und ihren Müll dort entsorgen. Mit unliebsamen Hinterlassenschaften hatten zwei Mitarbeiter des DSB auch nach der Silvesternacht zu kämpfen. Auf dem Spielplatz in der Laute-Dei-Straße, der erst am 18. Februar offiziell eröffnet wird, brauchten sie zweieinhalb Stunden, um alle abgebrannten Feuerwerkskörper zu entsorgen.

Jugendliche planen mit

Ein besonderes Spielplatzprojekt in diesem Jahr soll eine neue Skateranlage sein. In den kommenden Wochen gehen die Verantwortlichen auf die Suche nach einem geeigneten Standort. Bei der Planung werden neben den Spielplatzpaten auch die Dürener Jugendlichen mit einbezogen. Sie können in Kürze im Internet unter http://www.jugend-total.de darüber abstimmen, wo die Anlage gebaut werden soll. Wer Interesse an einer Spielplatzpatenschaft hat oder sich informieren möchte, kann sich bei Sabine Wagner unter 02421/252111 melden.
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