Düren - Dürener sorgt für die Sicherheit beim Düsseldorfer Rosenmontagszug

WirHier Freisteller

Dürener sorgt für die Sicherheit beim Düsseldorfer Rosenmontagszug

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
Sicherheit ist sein Thema. Ver
Sicherheit ist sein Thema. Veranstalter Willi Wolff aus Düren hat zum 2. Mal das Sicherheitskonzept für den Rosenmontagszug in Düsseldorf erstellt. Foto: B. Giesen

Düren. Es fängt ja schon damit an, dass man in Düsseldorf „Helau” sagt. Der Dürener Willi Wolff erträgt das gelassen. Kein Wunder: Der Veranstaltungsprofi ist im Düsseldorfer Karneval auf besondere Weise engagiert - er hat das Sicherheitskonzept für den Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt entwickelt. Und der zählt zu den größten drei Umzügen in ganz Deutschland - nach Köln und Mainz.

Rund 800.000 Besucher waren 2011 beim Rosenmontagszug in Düsseldorf auf den Beinen, da hatte Wolff erstmals das Sicherheitskonzept für die Großveranstaltung erstellt. Fast ein halbes Jahr Vorbereitung hat es ihn gekostet - mit großem Erfolg: „Es gab 2011 kein Schadensereignis, das mit dem Umzug zusammen gehangen hätte.”

Wie er zu dem Auftrag kam? „Das Festkomitee ist auf uns zugekommen”, sagt Wolff. Für den Umzug musste nach der Katastrophe bei der Loveparade erstmals ein derartiges Konzept erstellt werden, Wolff besaß damals schon das nötige Know-how und konnte auf andere Veranstaltungen in der Landeshauptstadt verweisen: „Wir betreuen seit zehn Jahren die Ski-Weltcup-Veranstaltung in Düsseldorf und hatten dafür schon immer ein Sicherheitskonzept erstellt”, erklärt Wolff.

Angefangen hat der 42-Jährige in Düren mit einem Sicherheitsdienst für Veranstaltungen. Das hat sich ziemlich rasant entwickelt; es kam die Veranstaltungsagentur hinzu und das Catering, zum Beispiel für das Haus der Stadt und den Dürener Badesee. „Wir haben aber schon immer Veranstaltungskonzepte entwickelt. Und das Thema Sicherheit war dabei immer unser Schwerpunkt”, sagt Wolff, den man in Düren selbst eher mit der jährlichen „Schools out”-Party oder der Oldie Night am Badesee verbindet, als mit Großprojekten.

Dabei mischt Wolff beim Düsseldorfer City Triathlon genauso mit, wie er sich ums bundesweite Catering für die Höhner Rockin Roncalli Show inklusive VIP-Service kümmert, oder das Campus-Fest der Ruhr-Uni Bochum organisiert. Dennoch: Der Schwerpunkt Sicherheit ist nach der Loveparade von Duisburg auch für Wolff von besonderer Bedeutung geworden. „Dabei ist es ja nicht so, als ob Veranstaltungen vorher alle unsicher waren. Mit den Sicherheitskonzepten ist auch nichts Neues erfunden worden. Es geht mehr darum, Vorgehensweisen zu dokumentieren und Schnittstellen zu schaffen”, sagt Wolff. Die „Schnittstellen” sollen sicher stellen, dass Veranstalter, Rettungsdienste und Ordnungsdienste jederzeit miteinander kommunizieren können, um dann abgestimmt zu handeln.

Die eigentliche Arbeit steckt dabei in der Gefährdungsanalyse bei einer Veranstaltung. Willi Wolff: „Wenn sich 4000 Messdiener im Petersdom treffen, muss man sich bei so einer Veranstaltung keine großen Sorgen machen.” Treffen sich 800.000 Besucher zu einem 5,5 Kilometer langen Karnevalszug mit allein 5000 Teilnehmern, sieht das anders aus. Zumal Wolff in einem Abwasch auch noch die Rathaus-Erstürmung in Düsseldorf am heutigen Altweiber-Donnerstag und das Kö-Treiben am Sonntag zu bewerten hatte. Wolff: „Das fängt mit der Fahrzeugsicherheit an, wo der TÜV zu beteiligen ist, und geht bis zu der Frage, wie viele Ordner an welcher Stelle eingesetzt werden müssen.”

Wolff leistet sich dabei einen Luxus: „Diskutieren tue ich da nicht. Wenn die Polizei sagt, da müssen fünf Ordner hin, dann setze ich das um.” Immerhin übernimmt er mit seiner Unterschrift zum Sicherheitskonzept auch die Verantwortung. Probleme bekommt er mit dieser Herangehensweise nur selten. Einmal nur musste er einen Auftrag bisher ablehnen, weil der Veranstalter die Sicherheitsproblematik anders bewertete als er. Das war in der Kategorie Schützenfest, in der Wolff ebenfalls tummelt: „Es gibt keine zu kleine Veranstaltung für uns, aber auch keine zu große.” Wie am Montag der Rosenmontagszug, wo mindestens 500.000 Jecken wieder Helau rufen werden. Düsseldorf halt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert