Dürener Rat: Kleine könnten groß herauskommen

Von: inla
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Düren. Wenn am kommenden Sonntag in Düren ein neuer Stadtrat gewählt wird, treten neben den bereits im kommunalen Parlament vertretenen Fraktionen CDU, SPD, Grüne und FDP weitere Parteien oder Gruppierungen an. Dass einige von ihnen tatsächlich in den Rat einziehen, ist wahrscheinlich.

Bei der Kommunalwahl 2009 reichten schon rund 350 Stimmen für ein Mandat. Gegenwärtig sitzen mit den Bürgern für Düren, der Freien Liste oder der Linken drei sogenannte Einzelkämpfer im Parlament.

Für die Wahl am Sonntag ist die Alternative für Deutschland erstmals im Bewerberkreis. Spitzenkandidat ist Bernd Essler, 64, aus Düren, Vorstand einer Luxemburger Vermögensverwaltungsgesellschaft. Als Erstes würde er, hätte er das Sagen in Düren, einen Masterplan für die wirtschaftliche Entwicklung in Düren auf den Weg bringen. „Die Stadt hält keine größeren, ortsnahen Gewerbeflächen vor“, klagt Essler. Käme ein großes Unternehmen, könnte es sich in Düren nicht ansiedeln. Durch Firmenansiedlungen würden Arbeitsplätze entstehen und letztlich Konsum, von dem Handel und Wirtschaft profitieren würden. Essler fordert außerdem eine Groß-Diskothek und eine Absenkung der Kreisumlage. Führende Dürener Politiker müssten Landrat Wolfgang Spelthahn überzeugen, die Umlage (zahlt die Kommunen an den Kreis) abzusenken.

Für die Bürger für Düren tritt erneut auf Listenplatz eins Heidi Meier-Grass an. Sie sitzt bereits im Rat und hat in den vergangenen Jahren als bemerkenswertes, weil eigenen Angaben nach selbst finanziertes Projekt den Taubenschlag auf dem Bürgerbüro am Markt umgesetzt. Würde sie entscheiden können, bekäme Düren einen attraktiveren Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Es sei notwendig, die Busverbindungen speziell zwischen den Ortsteilen und der Innenstadt zu verbessern. Meier-Grass plädiert dafür, kleinere Busse einzusetzen, die auf Zuruf halten und beispielsweise ältere Menschen abends nach dem Besuch von kulturellen Veranstaltungen nach Hause zu fahren. Zudem wünscht sie sich mehr Sitzgelegenheiten in der City und einen Spielplatz auf dem Rathausvorplatz. „Düren muss menschenfreundlicher werden“, sagt sie

Für die Linke möchte Valentin Veithen in den Stadtrat (er kandidiert auch für den Kreistag). Der Rentner hat sich die Sozialpolitik auf die Fahne geschrieben und möchte die Langzeitarbeitslosigkeit und eine daraus resultierende Kaufkraftreduzierung bekämpfen. „Der Zustand der Innenstadt ist nicht zuletzt eine Folge der sozialen Schieflage im Kreis Düren“, sagt Veithen. Er fordert die Einführung eines Sozialtarifs bei den Energiekosten und eine Neuausrichtung des ÖPNV.

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