Düren - Dürener Problem-Bezirke im Blick

Dürener Problem-Bezirke im Blick

Von: inla
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In einem Workshop wurden Ideen
In einem Workshop wurden Ideen erarbeitet, wie das Bahnhofsumfeld und die Josef-Schregel-Straße in Düren aufgewertet werden könnten. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Wie kann die Josef-Schregel-Straße in Düren attraktiver gestaltet werden? Welche Möglichkeiten gibt es, das Bahnhofsumfeld und das Areal rund um das Haus der Stadt zu verbessern? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Freitagabend der Arbeitskreis Innenstadtentwicklung in einem Workshop.

Fachleute aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Wirtschaft und Kunst entwickelten auf Einladung der Cityma Düren Ideen und Vorschläge, inwieweit Verbesserungen möglich sein könnten.

Die Josef-Schregel-Straße ist seit Jahren im Gespräch, weil das Umfeld mit Langemarckpark, aber auch Teile des Geschäftsbesatzes sich deutlich von der Innenstadt unterscheiden: viele Billig-Läden, Spielhallen und Imbissbuden prägen das Bild. „Das Bahnhofsumfeld ist sicher kein Ruhmesblatt für die Stadt”, sagte Barthel Labenz, der Leiter des Innenstadtforums, betonte aber, dass Veränderungen in vielen Fällen nur mit der Deutschen Bahn zu erreichen seien, weil dem Konzern das Areal um den Bahnhof gehört.

In vier Arbeitsgruppen nahmen die rund 20 Teilnehmer des Workshops zunächst das Gebiet in Augenschein. Mit dabei waren auch einige Immobilienbesitzer beziehungsweise Mieter von Geschäften der Josef-Schregel-Straße. Spontan kamen Ideen für eine andere Gestaltung des Langemarckparkes. Dort, so berichtete Stadtmanager Wilhelm Streb, könnte nach Vorstellungen einiger Teilnehmer ein Fußballfeld für die in der Umgebung lebenden Kinder eingerichtet werden.

Denkbar sei auch ein Handwerkermarkt, der dem Park, der heute häufig als Angstraum gesehen wird, aufwerten könnte. Mit einem Vorurteil räumte Streb indes auf. Das Areal sei nicht Dürens Drogenumschlagplatz Nummer eins, wie es oft heißt. Der Citymanager bezog sich auf Informationen der Polizei. Dennoch sahen die Workshopteilnehmer nicht nur den Langemarckpark skeptsich, sondern auch die Unterführung zum Haus der Stadt, die „gerade in der Dunkelheit Angst einflößend ist”.

Auch über dieses Thema wurde im „Post-Hotel” nachgedacht. Gesprochen werden soll nun zügig mit dem Dürener Service Betrieb, der für Sauberkeit sorgen soll, sagte Barthel Labenz. „Wir werden keine Josef-Schregel-Straße mehr wie in den 70-er Jahren bekommen, aber es lohnt sich, darüner nachzudenken, wie sich das Bild positiv verändern kann.” Ob es sinnvoll sei, den Straßenzug nur noch als Einbahnstraße zu führen und gleichzeitig die Bürgersteige zu verbreitern, um für Außengastronomie Platz zu schaffen, müsse diskutiert werden, so Labenz.

Fest stehe, dass die Stadt Düren „auch Geld in die Hand nehmen muss”. Zuschüsse gebe es vom Land NRW heutzutage nur noch, wenn eine Kommune für ein bestimmtes Gebiet ein vollständiges Konzept vorlegen würde. Labenz: „Einzelmaßnahmen, also etwa nur eine Straße, werden nicht mehr gefördert.” Moderiert wurde der Workshop von Sozialwissenschaftler Dr. Stefan Kirschgens aus Aachen.
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