Düren - Dürener Nachwuchs erhält eine Wildcard

Dürener Nachwuchs erhält eine Wildcard

Von: Franz Sistemich
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Galina Blomenkamp (links) tritt als zweifache Stadtmeisterin bei der Qualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft an. Foto: sis

Düren. „Die Zuschauer werden ab dem Wochenende Tennis von einer Qualität erleben, die sie in unserer Region wohl noch nicht gesehen haben“, sagt Kuno Stirnberg. Der Mann, der im Tennisverband Mittelrhein verantwortlich für den Jugendbereich ist, hat sich in diesen Tagen bereits von der Güte überzeugen können.

Denn: Die kanadischen Junioren, die an den 36. Internationalen Deutschen Tennis-Meisterschaften U14 teilnehmen, haben ihr Training auf der Anlage der TG Rot-Weiß Düren schon aufgenommen – und versetzten die Zuschauer in Entzücken: „Die jungen Kanadier schlugen Bälle, die du nicht bei der Stadtmeisterschaft, nicht bei einem Medenspiel siehst.“ Wohl aber von Samstag, 27. Juli, bis Samstag, 3. August, speziell auf der Anlage der Rot-Weißen an der Kuhbrücke.

Denn zum ersten Mal ermitteln rund 200 der besten U14-Tennisspieler aus der ganzen Welt in Düren ihre Meister. Die Kreisstadt ist in der Historie dieser Meisterschaften nach Brühl und Köln, wo die Titelkämpfe zuletzt vor einer mehr als ungewissen Zukunft standen, der dritte Austragungsort. In den kommenden drei Jahren werden die Plätze an der Kuhbrücke für jeweils eine Woche zum Mekka des U14-Jahrganges.

Bei der Premiere spielen Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2000 und 1999 aus über 50 Ländern im Einzel und im Doppel ihre Titelträger aus.

Bei den Juniorinnen beispielsweise schlägt die Weltranglisten-Erste auf: Sofya Zhuk kommt aus Russland. Sie ist folgerichtig auch die Nummer 1 des Dürener Turniers. Sie ist aber nicht die einzige Spielerin aus der ehemaligen Sowjetunion unter den ersten Zehn der Dürener Setzliste: Insgesamt vier Mädchen stammen aus der Russischen Förderation, zwei weitere aus der Ukraine.

Die deutsche Nummer 1 im weiblichen U14-Nachwuchs, Sophia Mejorovits, rangiert in der Setzliste der 36. Meisterschaft auf Platz 37. Bei den Junioren sind dagegen mit Marvin Moeller, Niklas Schnell und Rudolf Molleker drei Deutsche unter den ersten zehn Aktiven der Meisterschaftssetzliste vertreten. Doch: Nicht nur Tennisspieler aus Russland und der Ukraine, aus Ruanda, Chile, Indien oder Australien werden in Düren aufschlagen, auch hoffnungsfroher Nachwuchs aus der Kreisstadt und der Region will sich beweisen.

Beispielsweise drei Aktive der TG Rot-Weiß Düren: Galina Blomenkamp und die Geschwister Jenny und Michael Potthoff haben neben anderen Spielern aus dem Bereich des Tennisverbandes Mittelrhein eine Wildcard für die Qualifikation erhalten. Die Drei treten als Dürener Stadtmeister an: Galina Blomenkamp gewann mit unterschiedlichen Partnerinnen zwei Doppelkonkurrenzen, Michael Potthoff sicherte sich den Titelgewinn im Knaben Doppel 99 und jünger, mit Schwester Jenny darüber hinaus die Mixed-Konkurrenz. Ihre Chancen, die Qualifikation zu überstehen und in das Hauptfeld einzuziehen, sind zwar gering, aber: „Schon alleine, in diesem Feld antreten und lernen zu dürfen, ist für die drei Talente ein großer Ansporn“, ist sich Kuno Stirnberg sicher.

Das Hauptfeld erreicht hat dagegen schon Anna Lina Heggenberger aus Barmen. Die Spielerin von Grün-Weiß Aachen bekam eine Wildcard für das 64er-Feld.

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