Düren - Dürener Masterplan nimmt Gestalt an

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Dürener Masterplan nimmt Gestalt an

Von: inla
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Pflanzenkübel
Ein Pflanzenkübel am Museum, der auch aus Papier besteht.  Foto: inla

Düren. Der Masterplan für die Innenstadt soll aufzeigen, wie sich Düren im nächsten Jahrzehnt entwickeln könnte. Ein Aachener Fachbüro, das mit der Erarbeitung des Werkes beauftragt ist, geht von fünf Leitbildern aus, die mit Ideen und Vorschlägen gefüllt werden.

Es geht um die Innenstadt als Lebensraum, öffentliche Räume, die Themen Wasser und Papier und das Stadtbild. Dr. Harald Heinz, Architekt und Stadtplaner, erarbeitet mit einem Team den Masterplan und präsentierte dem Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag nach mehreren Monaten Arbeit eine Zwischenbilanz. Das gesamte Werk soll im April fertig sein. Die fünf von Heinz dargelegten Leitbilder billigte der Ausschuss im Beisein einiger Zuhörer einstimmig.

Thema Wohnen: Heinz sagte, eine Stadt wie Düren brauche preiswertes und hochwertiges Wohnen gleichermaßen. Vor allem müsse künftig darauf geachtet werden, dass barrierefrei gebaut würde, um älteren Menschen den Zugang zu den Häusern zu erleichtern. Schwierig sei es, eine Barrierefreiheit im vorhandenen Bestand hinzubekommen, da teilweise erhebliche Veränderungen, etwa der Einbau von Aufzügen, notwendig seien. Erforderlich sei es laut Stadtplaner Heinz, auch an „Umnutzungen zu denken“. Soll heißen: Häuser, in denen über Jahre beispielsweise im Erdgeschoss Geschäfte untergebracht waren, die nun leer stehen, müssten anderweitig genutzt werden. Heinz nannte Dienstleistungsangebote oder auch Wohnungen.

Öffentliche Räume: Sie sollen attraktiver werden, sagte Heinz. Die Märkte, die Düren im Jahreslauf anbiete, sollten thematisch überarbeitet werden und sich zumindest teilweise auf Düren beziehen. Bei einem Biermarkt (der in Düren stattfindet) denke er an Belgien, sagte Heinz. Düren stünde für Wasser und Papier. Deshalb biete es sich an, einen Markt zu etablieren, der mit Papier zu tun habe. Heinz empfahl zudem, bei Märkten mehr als bisher die Außengastronomie einzubeziehen. Derzeit ist nur eingeschränkt Gastronomie unter freiem Himmel erlaubt, wenn Wochenmarkt ist. Außerdem riet der Stadtplaner, mehr Kunst im öffentlichen Raum, etwa in Parks, anzubieten.

Wasser: Wasser mache einen wichtigen Teil der Identität mit Düren aus, sagte Dr. Heinz. Düren biete nicht nur die Rur, sondern wegen der Papierindustrie auch zahlreiche Mühlenteiche. Heinz kann sich vorstellen, Wasserbecken ins Stadtbild zu integrieren und nannte als Beispiel den Rathausvorplatz. Kritik übte Heinz am Erscheinungsbild von Kaiser- und Marktplatz. Sie seien in ihrem Charakter zu ähnlich. Der Architekt sieht vor allem Änderungsbedarf für den Kaiserplatz.

Papier: Neben dem Wasser stehe das Thema Papier für Düren. Geplant ist bekanntlich, dass Papiermuseum umzugestalten. Heinz empfiehlt in seiner Zwischenbilanz zum Masterplan nicht nur einen Papiermarkt, sondern auch Gegenstände im öffentlichen Raum, die das Thema Papier widerspiegeln. Als Beispiel nannte er Blumenkübel am Hoesch-Museum, in denen Papier als Material verarbeitet ist. Eine Idee könne sein, in Düren nur noch Papiertüten zum Einkauf anzubieten und zu nutzen. Dies ginge nur auf freiwilliger Basis, so Heinz.

Stadtbild weiterentwickeln: Heinz findet: Düren brauche weniger Satzung und statt dessen Diskussion und Überzeugung. Die Bürger müssten eingebunden und gehört werden. Vorschriften sollten so weit wie möglich durch Wettbewerb ersetzt werden. In einer anschließenden Diskussion äußerten sich die Parteien positiv zu den Entwürfen.

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