Düren - Dürener Künstler: Einladung zum kreativen Recycling

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Dürener Künstler: Einladung zum kreativen Recycling

Von: Dietmar Engels
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Sie zeigen auf Schloss Burgau, welche kreativen Möglichkeiten schlichtes Papier bieten kann: Elmar Valter, Sarah Schiffer, Pit Goertz und Rolf Lock. (von links). Die Vier bieten demnächst Workshops an, in denen sie entsprechenden Techniken vermitteln. Foto: Dietmar Engels

Düren. Papier ist heutzutage ein Allerweltsprodukt. Man benutzt es und steckt es dann in die Gelbe Tonne. Zu schade, finden vier Dürener Künstler, die ab dem Wochenende in einer Ausstellung auf Schloss Burgau die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Papier für kreative Arbeiten. Sarah Schiffer, Pit Goertz, Rolf Lock und Elmar Valter erklären das „kreative Recycling“ demnächst auch in Kursen.

„Burgaupapier“ ist das Projekt überschrieben. Die vier Künstler haben sich zu einer Interessen-, Experimental-, Arbeits- und Seminargruppe zusammengetan. Was sie in der letzten Zeit zu Hause oder im Atelier auf Schloss Burgau geschaffen haben, kann sich sehen lassen.

Die Papierkünstlerin Sarah Schiffer kombiniert die Lust an der Formfindung mit dem philosophischen Thema der Lebensspuren und Gedankenwege. Bekannt geworden ist sie insbesondere durch ihre Scherenschnitte und ihr Papiertheater. Jetzt widmet sich zum Beispiel auch so genannten Leporellos. Das sind kunstvolle Falt- und Klappbücher.

Große Bandbreite

Pit Goertz, der gerne mit Kindern und für Kinder arbeitet, präsentiert in der Ausstellung Beispiele dafür, wie aus alten Zeitungen, Illustrierten und Verpackungen Popup-Bücher, 3D-Bilderkästen, Kinderbücher, kleine Bühnenbilder und „Erlebnisschachteln“ entstehen können. Auch kleine Figuren aus Papiermaché haben es ihm angetan. Die Figuren sind dank eines einfachen Tricks erstaunlich stabil: Goertz versetzt den Kleister, mit dem er Papierschnipsel zusammenfügt mit Kleister. Nach dem Trocknen werden die Figürchen noch bemalt.

Rolf Lock ist Kalligraph, also ein „Schönschreiber“. Sein Ansatz beim Projekt „Burgaupapier“: „Papier nur als hübsches beschreibbares Medium der Kalligrafie zu sehen, ist zu wenig. Papier ist und kann mehr. Nicht nur auf, sondern auch mit Papier kann geschrieben und gestaltet werden. Zwei- und auch dreidimensionale Texte können so in neuen Schriftbildern entstehen.“

Verblüffend echtes Aussehen

Elmar Falter kombiniert Papierkunst mit der Fotografie. Er schneidet aus Fotos kleine Papierfiguren aus, um sie dann in selbstgestaltete Kleinräume zu platzieren. Mit dem Licht von Taschenlampen erweckt er die Szenerie zum Leben. Ganz aus der Nähe werden die Figürchen und die zugeschnittenen oder gefalteten „Zugaben“ dann fotografiert. Die Papierfiguren werfen Schatten und sehen auf den Fotos verblüffend echt aus. Mit geringem Aufwand lassen sich immer neue Miniaturwelten zusammen stellen.

Wer sich ein Bild von den einzelnen Techniken machen will, sollte die Ausstellung auf Schloss Burgau besuchen. Sie wird am kommenden Freitag, 22. November, um 19.00 Uhr durch Bürgermeister Paul Larue eröffnet. Besichtigt werden die Kunstwerke aus Papier noch bis zum 5. Januar und zwar mittwochs und samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr. Zur Finissage am 5. Januar ab 15.00 Uhr gibt es unter anderem eine Papieraktion mit Pit Goertz und Elmar Valter sowie Papiertheater mit Sarah Schiffer.

Wann die Seminare der vier Künstler stattfinden, steht noch nicht fest. Interessenten werden aber gebeten, sich schon jetzt bei Pit Goertz näher zu informieren. Er ist telefonisch unter der Festnetznummer 02421/504613 und per Handy unter 0160/91764450 zu erreichen.

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