Dürener Kinder tanzen mit russischem Nationalballett

Von: jap
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Märchenhafte Szenen gab es im Haus der Stadt zu bewundern, als eine russische Ballettgruppe mit Dürener Kindern auftrat. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Es war einmal... So fangen viele Märchen an. Auch das Märchen im Haus der Stadt begann ganz traditionell. Nachdem der Märchenerzähler das Publikum auf Deutsch und Russisch begrüßt hatte, das dicke, staubige Buch „Dornröschen” aufgeschlagen und „es war einmal” ausgesprochen hatte, hielt das Publikum den Atem an, und man konnte Mütterherzen höher schlagen hören.

Eine Ewigkeit verging bis die schweren Vorhänge sich öffneten.

Mit ihnen tat sich eine farbenfrohe Märchenwelt in Eleganz und Anmut auf. Die russischen Balletttänzer schafften es, diese Illusion bis zum Schluss beizubehalten und setzten noch eins drauf: Sie haben hunderte Kinder und manchen Erwachsenen von dieser wunderbaren Welt träumen lassen.

Das Ballett „Dornröschen” wurde von Tschaikowsky komponiert. Hundert Jahre später wagt das russische Nationalballett ein Novum: Der streng vorgegebene Rahmen des Genres wird durchbrochen, die üblichen drei Stunden zusammengefasst, und ballettbegeisterte Kinder dürfen mit auf die Bühne. So werden junge Talente an das klassische Ballett herangeführt.

Eine hervorragende Idee, Kunst und Pädagogik zusammen zu bringen, meinte Monika Rothmaier-Szudy, Theaterleiterin im Haus der Stadt. Nach einem Monat intensiven Probens - einige Herbstferientage wurden auch geopfert - traten die jungen Balletttänzerinnen und ein Mäuse-Tänzer aus dem Ballettstudio von Claudia Imdahl und aus den Ballettklassen der Musikschule neben den großen Stars des russischen Nationalballetts auf.

Hinter der Leichtigkeit und den oft gleichzeitig ausgeführten Bewegungen, die von etwa 100 jungen Darstellern gezeigt wurden, steckt viel Disziplin und tänzerisches Können. Das betonte Choreograph Timur Kinsikee, der sich schon auf neue gemeinsame Projekte freut.

Noch mehr von diesem Können bekam das Publikum, das zwischen 9 Monaten und 99 Jahren alt war, bei den drei am Ende aufgeführten Segmenten aus anderen bekannten Märchen zu sehen.

Es besiedelten die Bühne, Szene für Szene: König und Königin, Prinzessin Aurora, gute Feen, Hofdamen, Blumenfeen, Waldmenschen und Kätzchen. Auch die böse Fee Carabosse war da, begleitet von grauen Mäuschen mit spitzen Mäusezähnchen.

Sie prophezeite der Prinzessin Unglück. Der Prinz küsst Dornröschen und das wacht auf, um Hochzeit mit allen Bühnenhelden zu feiern. Und die kleinen grauen Mäuschen fühlten sich dabei so wohl, dass sie nicht mehr von der Bühne wegzubewegen sind. Carabosse musste sie leicht am Schwanz ziehen, damit sie ihr folgen.

Die Geschichte hat ein gutes Ende genommen. Das Buch wird zugeschlagen. Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute...
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