Düren - Dürener Feuerwehr zieht positive Jahresbilanz

Dürener Feuerwehr zieht positive Jahresbilanz

Von: Dietmar Engels
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Sie stehen zusammen: Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Pelzer (links) als Chef der ehrenamtliche Feuerwehr und Johannes Rothkranz, der die hauptamtliche Abteilung leitet. Foto: Dietmar Engels

Düren. Von den Zeiten, als sich der hauptamtliche und der ehrenamtlich Teil der Dürener nicht gut verstanden haben, war auf der Jahreshauptversammlung nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: geradezu demonstrativ wurde Einigkeit an den Tag gelegt.

 Der ehrenamtlich Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Pelzer und Johannes Rothkranz teilten sich den umfangreichen Jahresbericht, in dem eine durchweg positive Bilanz gezogen wird.

Schlussstrich gezogen

Einen Schlussstrich zog der Kreisbrandmeister unter den Streit mit Rat und Verwaltung bezüglich der Anschaffung einer zweiten Drehleiter. Zwar sei wegen der unterschiedlichen Sicht der eine zweijährige Verspätung „mit völlig überflüssigen Mehrkosten“ von rund 75.000 Euro entstanden, doch sei die zweite Drehleiter nun endlich da und es sei an der Zeit, den Streit zu den Akten zu legen.

Pelzer lobte Rat und Verwaltung – insbesondere Bürgermeister Paul Larue – dafür, dass die völlig veralteten Einsatzfahrzeuge im Fuhrpark der Feuerwehr nach und nach ersetzt würden. In der jüngeren Vergangenheit sei es immer wieder zur Fahrzeugausfällen gekommen. Die sukzessive Ersatzbeschaffung werde diese Probleme beseitigen. Pelzer: „Positiv anzumerken ist, dass die Stadt Düren als Feuerschutzträger alle im Brandschutzbedarfsplan vorgesehenen Beschaffungen einhält. Das ist nicht nur erfreulich für alle beteiligten Einheiten, sondern stärkt Erreichungsgrad und Motivation.“ Im vergangenen Jahr habe die Stadt Düren 1,3 Millionen Euro für Ausrüstung und Gerät bereit gestellt. Das könne sich mehr als sehen lassen.

696 Feuerwehrleute

Zufrieden könne die Wehr auch mit der fortschreitenden Modernisierung von in die Jahre gekommenen Gerätehäusern sein. Was noch fehle, sei die neue Wache auf dem Annakirmesplatz und der Abschluss der Um- und Ausbauarbeiten an einigen Gebäuden. „Wäre es nicht ein schöner Zug, wenn die Renovierung aller Gerätehäuser in Düren gleichzeitig mit der Renovierung des Rathauses abgeschlossen würde?“, fragte Pelzer mit einem Augenzwinkern.

Personell stehe die Dürener Feuerwehr gut da, sagte der Stadtbrandmeister. Insgesamt gehören 696 Kräfte an: 651 Männer und 45 Frauen. Der hauptamtliche Teil der Feuerwehr verfügt über 102 Kräfte, der ehrenamtliche über 325. Hinzu kommen 127 Jugendfeuerwehrkräfte, 121 inaktive Mitglieder und 21 Personen im Musikzug. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Dürener Feuerwehr 32 Neuaufnahmen, größtenteils so genannte „Quereinsteiger“, die bisher nichts mit der Wehr zu tun hatten. Pelzer: „Erfreulicherweise ist das ein neuer Rekord.“

Die Dienstversammlung gedachte sechs Feuerkameraden, die im Lauf des vergangenen Jahres verstorben sind. 16 Feuerwehrleute wurden 2013 während der Ausübung ihres Dienstes verletzt.

Beeindruckend sind die Zahlen zur Aus- und Weiterbildung von Feuerwehrleuten. Dutzende von Mitgliedern der hauptamtlichen Wehr absolvierten Lehrgänge und Seminare. 75 ehrenamtliche Feuerwehrleute haben im vorigen Jahr Lehrgänge im feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren in Stock, beim Institut der Feuerwehr in Münster und an der Bundesschule in Ahrweiler besucht. Pelzer: „Insgesamt fielen im Berichtsjahr 14.625 Stunden Ausbildung im ehrenamtlichen Wehrteil an, was durchschnittlich etwa 45 Stunden pro Kraft bedeuten. Das ist erfreulicherweise ein seit Jahren konstant guter Qualitätswert.“

Bürgermeister Paul Larue, der sich angesichts des Lobes aus des Stadtbrandmeisters „etwas verlegen“ zeigte, sprach der gesamten Feuerwehr Dank und Anerkennung für die stete Einsatzbereitschaft aus. Höchst erfreulich sei, dass die Querelen innerhalb der Wehr und im Verhältnis zur Rat und Verwaltung ein Ende gefunden hätten. Larue: „Die Dürener Feuerwehr ist ein starke, schlagkräftige Truppe, die dafür sorgt, dass die Dürener Bürger nachts ruhig können.“ In diesem und im nächsten Jahr werde die Stadt Düren rund 800.000 Euro in Großgeräte für die Feuerwehr investieren und für die Modernisierung der Gerätehäuser stünden 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Schon diese Zahlen zeigten, dass Rat und Verwaltung ihrer Verantwortung für die Feuerwehr gerecht würden.

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