Düren - Dürener CDU stellt ihre Kandidaten auf

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Dürener CDU stellt ihre Kandidaten auf

Von: Ingo Latotzki
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Der Dürener CDU-Chef Thomas Floßdorf blickte im altehrwürdigen Winkelsaal in die Vergangenheit und in die Zukunft. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Im altehrwürdigen Winkelsaal von Schloss Burgau, der für ein paar Jahrhunderte Vergangenheit steht, schaut die Dürener CDU in die Zukunft. Während das Schloss aus dem Jahr 1234 stammt, blicken die Christdemokraten am Mittwochabend auf das Jahr 2014, speziell auf den 25. Mai. Dann ist Kommunalwahl.

Deshalb stellt die CDU ihre Kandidaten auf, einmal die, die direkt gewählt werden sollen, dann die für die sogenannte Liste.

Dem Ambiente angemessen schaut die Partei aber auch ein wenig zurück, 15 Jahre. Damals, 1999, übernimmt sie in Düren das Zepter und es überrascht nicht, dass Parteichef Thomas Floßdorf von „einer guten Zeit für Düren“ spricht. Sachlich und kompetent habe die CDU die Stadt vorangebracht. Floßdorf muss so etwas sagen, das gehört dazu, wenn die Partei auf eine Wahl eingeschworen wird. Er geht die Themen durch: Wirtschaftsförderung, Schulen, Kitas, Sicherheit und Ordnung in der Dürener City, Ortsteile, Haushalt.

Beifall nach jedem Abschnitt.

Bei Haushalt erwähnt er, dass Düren in der Rubrik „Städte über 50.000 Einwohner“ in einer Liga spiele mit Düsseldorf: beide haben einen ausgeglichenen Haushalt, „und das ist selten heutzutage“.

Wieder Beifall.

Auch, als Floßdorf ausdrücklich den CDU-Fraktionschef Stefan Weschke für seine „Kompetenz und Umsicht“ bei den Haushaltsberatungen lobt, gibt es Applaus.

150 stimmberechtigte Mitglieder sind an diesem Abend im Winkelsaal. Vor ihnen auf den Tischen liegen Listen mit den Vorschlägen für die Direktkandidaten und die Listen. Im Großen und Ganzen ist klar, wie abgestimmt wird. In den Gremien ist alles besprochen worden, die Versammlung hat keine Einwände und segnet alles soweit ab: Direktkandidaten, Koppelkandidaten (quasi Ersatzleute), die Liste, die Kandidaten für den Kreistag und auch deren Koppelkandidaten. Das ganze Prozedere dauert drei Stunden.

Gab es Auffälligkeiten?

Vielleicht zwei Ergebnisse, die herausgehoben werden können. Bei der Wahl der Direktkandidaten erhält Parteichef Thomas Floßdorf 124 Ja-Stimmen, kein Nein, keine Enthaltung. Besser geht es nicht. Rolf Delhougne, der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung, kommt auf 111 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen. Das ist das schlechteste Ergebnis, wenn man davon bei 111 zustimmenden Voten überhaupt sprechen kann. Alle anderen Kandidaten liegen zwischen Floßdorf und Delhougne.

Was ist das Besondere an der Wahl?

Die Menschen wählen am 25. Mai den neuen Rat, der aber erst im Herbst seine Arbeit aufnimmt. Bis dahin amtiert das jetzige Parlament. Dem neuen Rat wird Bürgermeister Paul Larue nur angehören, wenn er 2015 wiedergewählt wird. Er kann jetzt nicht als Kandidat aufgestellt werden, weil er im Fall einer Wahl Ratsmitglied und Bürgermeister wäre. Das sieht das Wahlgesetz nicht vor. Nur wenn Larue schon dieses Jahr zur Wahl angetreten wäre, hätte er sich aufstellen lassen können. Dem vernehmen nach will Larue aber gar nicht mehr dem Rat angehören, sollte er als Bürgermeister nicht mehr gewählt werden.

Wie wird gewählt?

Am 25. Mai wählen die Bürger mit einer Stimme den neuen Rat mit einer Stimme. In den Wahlbezirken gegen sie ihre Stimme dem dortigen Direktkandidaten ihrer Wahl. Gleichzeitig wählen sie dann auch seine Partei. Der Direktkandidat, der im Wahlbezirk die meisten Stimmen erhält, zieht direkt in den Rat ein. In Düren gibt es 25 Wahlbezirke. Entscheidend ist aber auch, wie viel Prozent der Wähler sich für eine Partei entscheiden. Daraus wird die Zahl der ihr insgesamt zustehenden Sitze im Rat abgeleitet. Davon wiederum werden die Direktkandidaten abgezogen. Die Differenz sagt aus, wie viele Politiker über die Liste in den Rat einziehen.

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