Düren - Dürener Blindenschule verabschiedet ihren Leiter

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Dürener Blindenschule verabschiedet ihren Leiter

Von: wey
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Den Direktor Wolfgang Franz (3.v.l.) verabschiedeten neben vielen Schülern auch (v.l.) Dr. Alexandra Schwarz, Dorothea Päffgen, Anna Peters, Prof. Dr. Angela Faber und Manfred Höhne. Foto: Ursula Weyermann

Düren. Auch wenn sein letzter Tag als Direktor der Louis-Braille-Schule, der Dürener Blindenschule des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), tatsächlich erst am 31. Juli ist, so ist Wolfgang Franz jetzt schon offiziell verabschiedet worden. Der engagierte Pädagoge hat sowieso einen Monat über den Renteneintritt hinaus gearbeitet.

Schüler winken zum Abschied

Was richtig zu Herzen geht, ist das Vorbeiziehen der vielen Schüler. Manche gehen alleine, manche an der Hand eines Erziehers, manche werden im Rollstuhl geschoben. Alle, die können, haben ein weißes Tuch in der Hand. Und so ziehen sie winkend an ihrem scheidenden Direktor vorbei. Einige der Kinder sind schwer und mehrfach behindert. Und gerade für die hat sich Franz, da sind sich die Festredner einig, immer ganz besonders eingesetzt. „Ein großer Sonderpädagoge verlässt das Schulschiff des LVR“, sagte Dezernentin Prof. Dr. Angela Faber. Und Franz blickt zurück auf seine Schulzeit: „Schon als ich mein Abitur machte, wusste ich, dass ich mit geistig behinderten Menschen arbeiten möchte. Ich wollte mich einsetzen für die Menschen, für die sich sonst keiner einsetzt.“ So studierte er Sonderpädagogik.

Louis-Braille-Chor singt

Der Louis-Braille-Chor mit Kindern aus der Blindenschule und der katholischen Grundschule Birkesdorf singt für ihn. Und Schüler Julien lässt sich auf die Bühne begleiten, setzt sich ans Klavier und spielt die Lieblingsmelodie seines scheidenden Direktors, „Some-where over the Rainbow“.

Und so verlässt Wolfgang Franz „seine“ Schule, begleitet von lieben Wünschen, manchem Tränchen und dem guten Gefühl, „etwas bewirkt zu haben“.

 

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