Dürener Architekt als Kandidat bei „Das perfekte Dinner“

Von: Daniela Martinak
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Der Einkauf: Georg Potschernik (r.) vertraut in Sachen Zutatenliste voll und ganz Küchenchef Massimo Martini. Und imm läuft die Kamera.
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Georg Potschernik (r.) in seinem Element. Selbst der Kameramann kann ihn nicht aus dem Konzept bringen. Foto: Daniela Martinak
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Alexandra Broschk, die Realisatorin, notiert sich Details aus den Gesprächen zwischen Vater und Tochter, während sie die Gerichte vorbereiten.

Gürzenich. Noch eine Prise Salz und ein guter Schuss Wodka und vor allen Dingen nicht vergessen, was Koch Massimo gesagt hat! Etwas gerädert schaut Georg Potschernik sich in seiner Küche um. „Es ist eine anstrengende Woche,“ muss der Architekt aus Gürzenich zugeben. Um halb sieben klingelt der Wecker, um acht Uhr klingelt es an der Tür.

Das Fernsehen steht vor der Tür. Georg Potschernik ist Kandidat der Vox-Kochshow „Das perfekte Dinner“, heute wird bei ihm zu Hause gedreht.

Potschernik hat sich für sein Dinner viel vorgenommen. Als Vorspeise gibt es Zucchini-Spaghetti mit Garnelen, zum Hauptgericht Thunfischsteak mit Chili-Mango-Salat und Süßkartoffelchips und zum Dessert Früchte mit parfümierter Zuckerwatte, Mango-Kaviar und Wodka-Würfel.

„Es ist beinahe alles so, wie es in der Sendung gezeigt wird“, sagt der 47-Jährige. Nachdem der Kameramann, sein Tonassistent, die Realisatorin und ihre Assistentin ihm kurz erklärt hatten, was an diesem Tag auf ihn zukommt, ging es auch schon los: Vorstellung der eigenen Person, eine Führung durch die eigenen vier Wände, noch ein kurzes Statement zu den vergangenen Tagen... „Ich bin schon ziemlich glücklich am letzten Tag der Woche dran zu sein. So hab ich das ein oder andere schon von meinen Mitstreitern erfahren“, sagt der Architekt erleichtert.

Wer die Show kennt, weiß, dass nach der Wohnungsführung der Einkauf folgt. In Sachen Zutaten für das perfekte Dinner vertraut Potschernik voll und ganz dem Küchenchef seines Lieblingsrestaurants, Massimo Martini. Um Punkt elf Uhr versammeln sich Potschernik und das Fernsehteam in Martinis Küche. „Georg, du gehst jetzt noch mal raus, wartest auf das Kommando, kommst rein, ohne in die Kamera zu sehen und rufst in den Gastraum hinein, ob jemand da ist“, weist Alexandra Broschk, die Realisatorin, den Kandidaten des perfekten Dinners an. Massimo soll „Ciao, Bello“ rufen und dann erklären, wie Georg Thunfisch, Garnelen und Mangos zu verarbeiten hat – eben die Zutaten, die der Koch für ihn besorgt hat.

Binnen einer halben Stunde ist die Szene im Kasten. Aber der Fisch noch nicht in der Pfanne. Eine Stunde Mittagspause und schon läuft die Kamera wieder auf Hochtouren. Inzwischen haben sich alle Beteiligten in der Küche des Gürzenichers um seinen Herd versammelt. Mithilfe seiner zwölfjährigen Tochter Cécile soll Potschernik nun die Zutaten für sein Drei-Gänge-Menü vorbereiten, heißt waschen, schneiden, schälen... Und das natürlich möglichst kameratauglich.

An die Kamera hat sich der 47-Jährige längst gewöhnt. Schließlich ist die seit Beginn der Woche mit von der Partie. „Die Leute in meinem Haus zu haben, ist aber noch einmal etwas anders“, betont der Kandidat. Anfangs, so sagt er, habe er ein bisschen Sorge gehabt, dass er sich mit den anderen Kandidaten nicht versteht. Schließlich lernen sich die fünf Hobbyköche erst am ersten Drehtag kennen. Diese Sorge, so Potschernik, sei völlig unbegründet gewesen. Dass er häufig Dinge mehrmals erklären muss, dass er bei der Dekoration des Tisches immer darauf achten muss, es dem Drehteam Recht zu machen und, dass lustige Dinge mehrmals lustig sein müssen, damit sie auch von Kameramann Alex Stöve sendetauglich aufgefangen werden können, wusste er, „dass es aber so anstrengend wird und mit so wenig Schlaf verbunden ist, hätte ich nicht gedacht“, fügt der Gürzenicher mit einem Lächeln hinzu.

Vor zwei Jahren hatte er sich bereits für die Sendung beworben. Erst Anfang diesen Jahres erhielt er die Zusage. Drei fernsehtaugliche Drei-Gänge-Menüs musste er vorschlagen.

Die Vorbereitungen in Georg Potscherniks Küche sind mittlerweile abgeschlossen. Bevor seine Gäste kommen und Garnelen, Thunfisch und parfümierter Zu ckerwatte probieren und beurteilen wechselt das Kamerateam, und Potschernik hat kurz Zeit sich umzuziehen. Seine anfängliche Gelassenheit verwandelt sich nun doch in Aufregung. Schließlich weiß man vorher nie, ob das Dinner tatsächlich „perfekt“ wird.

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