Düren - Düren will Teil der Kulturhauptstadt 2018 werden

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Düren will Teil der Kulturhauptstadt 2018 werden

Von: Margret Vallot
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Düren. Maastricht bewirbt sich um den Titel „Kulturhauptstadt Europas”. Aber nicht nur Maastricht. Aachen ist dabei, Hasselt und Heerlen, auch Lüttich und Sittard-Geleen. Düren will ebenfalls dabei sein und 2018 groß rauskommen.

Federführend in Sachen Düren-Beteiligung ist Dr. Renate Goldmann, die Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums.

„So eine Chance kommt nie wieder”, ist die Kämpferin für Kunst und Kultur überzeugt. Sie weiß den kompletten Museumsverein hinter sich. Mit diesem hatte sie im März dieses Jahres eine Exkursion nach Maastricht unternommen. Im dortigen Museum wurden die Dürener über die ehrgeizigen Pläne der niederländischen Stadt informiert.

Jedes Jahr (seit 1985) ernennt eine Jury in Brüssel eine oder zwei Städte zur „Kulturhauptstadt Europas”. Neuerdings dürfen sich auch Regionen bewerben. Dort wird dann ein Feuerwerk kultureller Highlights abgebrannt, das noch lange nachwirkt.

Inzwischen haben sich die Dürener auch in Aachen beim dortigen Beauftragten für das Projekt, Johannes J. Arens, umfassend informiert. Der hielt bereits Ende Mai im Kulturausschuss in Düren einen vielbeachteten Vortrag. Derzeit wird ein „Bewerbungsbuch” erstellt, das im Herbst 2012 in Brüssel vorgelegt wird.

Auch Vorstellungsgespräche wird es dann geben. Mit Maastricht-Aachen-Düren konkurrieren noch Städte wie Den Haag und Utrecht um den Titel und die Werbung, die die EU anlässlich des Projekts jeweils veranstaltet.

Es gehe jetzt noch nicht um konkrete Projekte, erklärte Goldmann, unterstützt von ihrer Mitarbeiterin Antje Kraus. Er werden derzeit nur Themenbereiche abgesprochen. Ein zentraler Begriff soll „Schwarm” in direktem und indirektem Sinne sein.

Dabei geht es um Mobilität, Massen, die sich in der realen Welt, in den Städten aber auch im Netz bewegen. Die gemeinsame Historie der Region spielt als Thema eine wichtige Rolle und die europäische Vielfalt in den insgesamt sechs Städten und drei Provinzen, die sich beteiligen werden.

2013 wird die Bewerbung in Brüssel geprüft, 2014 erfolgt die Entscheidung, und dann hätte, falls alles klappt und auch der Rat in Düren einen entsprechenden Beschluss fasst, die Region mitsamt Düren vier Jahre lang Zeit zur Umsetzung des Konzepts.

Der Dürener Museumsverein knüpft in diesen Tagen Kontakte nach Eupen und Lüttich. „Plötzlich tut sich alles auf”, hat Dr. Goldmann gemerkt. Klar: Die Aussicht, für ein Jahr Kulturhauptstadt Europas zu werden, lockt natürlich sehr. „Auch der Kreis Düren ist gefordert”, weiß Goldmann. Schließlich handelt es sich „um eine Art documenta im Kleinen”.

„Wir setzen uns sehr dafür ein”, betont die Dürener Museumsleiterin, und das habe man in Aachen und Maastricht auch klar zur Kenntnis genommen. Und selbst wenn es nicht klappt, habe man gute Arbeit geleistet und in Kunst und Kultur „ein Stück Gemeinschaft geschaffen”.
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