Düren will in die Indeland GmbH

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Jetzt will auch die Stadt Düren Mitglied der Indemann-Familie werden. Foto: ja

Düren. Jahrelang hat sich vor allem die Dürener CDU gegen einen Beitritt der Stadt zur Entwicklungsgesellschaft Indeland ausgesprochen: Jetzt die Kehrtwende, um mit eigenen Projekten und Initiativen im Rahmen der vom Land NRW gestarteten Innovationsregion Rheinisches Revier auch wahrgenommen zu werden.

Nach einem gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP hat der Stadtrat die Verwaltung einstimmig beauftragt, mit den acht bisherigen acht Gesellschaftern – Kreis Düren, Eschweiler, Jülich, Langerwehe, Inden, Niederzier, Aldenhoven und Linnich – und der Geschäftsführung Gespräche über einen Beitritt aufzunehmen.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Indeland GmbH, begrüßte am Donnerstag ausdrücklich die Entscheidung der Dürener Politik: „Das ist ein gutes Signal. Die Region wird enger zusammenrücken. Ich kann zusagen, dass wir das Dürener Ansinnen konstruktiv und sachlich in Angriff nehmen werden.“ Allerdings sprach Spelthahn auch von einigen „Nickligkeiten“, die noch ausgeräumt werden müssten. Beispielsweise die von der Stadt geforderte Namensänderung, die aus seiner Sicht vermessen wäre.

Der Name sei eine Reminiszenz an die Gemeinde Inden, die den Prozess hin zur Seelösung mit ihren vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten erst in Gang gesetzt habe. Auch die Forderung der Stadt, entsprechend ihrer tagebaubedingten Belastung in den Gremien der Indeland GmbH vertreten sein zu müssen, bewertete Spelthahn als unglücklich. Die bisherige Regelung, jedes Mitglied unabhängig seiner Bedeutung und tagebaubedingten Belastung mit drei Mitgliedern im Aufsichtsrat zu berücksichtigen, habe sich bewährt. „Wir sind alle gleich und wollen die Stadt gerne wie jedes andere Mitglied in das Netzwerk aufnehmen.“

Derweil hat die landesweit für den Bergbau zuständige Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstag die Änderung des Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Inden genehmigt. Der Restsee kann somit angelegt werden. Damit wird die landesplanerisch bereits 2009 genehmigte Änderung des Braunkohlenplans umgesetzt. Nebenbestimmungen konkretisieren einzelne betriebliche Maßnahmen und regeln die Rekultivierung. Die entsprechenden Unterlagen liegen vom 14. bis 28. Januar in den Rathäusern der Anrainerkommunen aus.

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