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Düren: Wie sich Wohnen künftig entwickeln muss

Von: Ingo Latotzki
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Durch den Dürener Bauverein sanierte Wohnhäuser im Dürener Zentrum. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Angesichts des demografischen Wandels werden sich die Anforderungen an den Wohnungsmarkt in Düren verändern. Auch wenn laut der Prognose des Dortmunder Fachbüros für Stadt- und Raumentwicklung (Schulten) die Bevölkerung in Düren bis 2030 nur um 2,2 Prozent abnehmen wird, dürften vor allem ältere Menschen in die Stadt ziehen.

Dazu müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, sagte Baudezernent Paul Zündorf bei der Präsentation des Handlungskonzeptes Wohnen, dass das Dortmunder Büro innerhalb des vergangenen Jahres erarbeitet hat.

Wichtig sei, in Zukunft Angebote für alle Altersklassen und Schichten zu machen. „Düren braucht auch leistungsstarke Familien“, sagte Zündorf. Davon würden etwa Wirtschaft und Handel profitieren. Freilich müsse entsprechender Wohnraum geboten werden. Drei Viertel aller Häuser in Düren seien vor 1978 gebaut (landesweit sind es 66,5 Prozent). Diese Zahl zeige den Sanierungsbedarf. Wie das Dortmunder Fachbüro ermittelt hat, sei das aktuelle Mietpreisniveau „vergleichsweise niedrig“ (fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter). Dies habe auch mit dem Ausstattungsniveau zu tun. Der niedrige Mietpreis könne ein Investitionshemmnis für Investoren darstellen.

Derzeit gibt es fast 5000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind und in Einfamilienhäusern leben. Ein Viertel von ihnen sei grundsätzlich bereit, in kleinere Wohnungen in der Stadt zu ziehen. „Es ist aber gar nicht einfach, eine angemessene Eigentumswohnung zu finden“, sagt Baudezernent Zündorf. Daher wolle die Stadt Investoren beraten. Wie berichtet, sollen auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Heyder an der Dechant Vaaßen-Straße und nahe der Stadtwerke an der Arnoldsweiler Straße neue, moderne Wohnquartiere entstehen. Der Bestand an öffentlich gefördertem und preiswertem Wohnraum sei ausreichend, um die Nachfrage zu decken.

Die Zahl der Sozialwohnungen werde nach Erhebungen des Dortmunder Büros in den kommenden Jahren „deutlich zurückgehen“. Für die Entwicklung neuer Wohnflächen verfügt die Stadt über 50 potenzielle Flächen, die 115 Hektar groß sind.

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