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Düren tritt Indeland Gesellschaft zunächst nicht bei

Von: inla
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Der Tagebau Inden. Wenn die letzte Braunkohle gefördert ist, soll das Loch mit Wasser gefüllt werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Derzeit gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Entwicklung und Ziele der GmbH. Es sieht nicht danach aus, als könne die Stadt Düren schnell der Indeland Entwicklungsgesellschaft beitreten. Das ist Ergebnis einer Beratung im nicht-öffentlichen Teil des Finanzausschusses.

Die Indeland GmbH, der acht Kommunen angehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tagebau-region Inden zu entwickeln. Wie kann das Land aussehen, wenn im Tagebau Inden keine Braunkohle mehr gefördert wird? Das ist eine zentrale Frage. Beschlossen ist, dass das Loch nicht mit Erde, wie zunächst einmal geplant, sondern mit Wasser gefüllt wird.

Dagegen klagt die Stadt Düren. Sie ist mit dem an den Tagebau angrenzenden Stadtteil Merken direkt betroffen will sich mit der See-Lösung nicht anfreunden, weil sie davon überzeugt ist, die riesige Fläche besser nutzen zu können, wenn sie normales Land ist.

Die Indeland Gesellschaft und auch die Stadt Düren sind an Fördergeldern für Strukturentwicklung interessiert. Deshalb kann es günstiger sein, mit einer Stimme zu sprechen. Das kann über einen Beitritt Düren erreicht werden.

Die Stadt hat gegenüber der Gesellschaft verschiedene Forderungen erhoben. Unter anderem geht es um eine Umbenennung, weil „Düren nicht Indeland, sondern Rurland ist“, wie Bürgermeister Larue oft gesagt hat. Es geht aber auch um darum, dass die Gesellschaft schon jetzt Strukturförderung betreiben solle und das auch im Gesellschaftervertrag verankere, sagten CDU-Fraktionsvorsitzender Weschke und Parteichef Floßdorf den „DN“.

Es ging wohl auch um mehr Einfluss. Düren will aufgrund seiner Größe für sich in Anspruch nehmen, mehr Stimmanteile zu haben als kleinere Kommunen. Das lehnte die Gesellschafterversammlung ab. Sie sei bisher gut gefahren mit dem Prinzip, dass die Städte und Gemeinden auf Augenhöhe agieren.

„Die Gesellschaft ist weiter gesprächsbereit“, sagte Geschäftsführer Jens Bröker. Angesichts der Herausforderungen „ist man gemeinsam stärker, wenn es darum geht, schon heute zukunftsfähige Strukturen zu schaffen“. Stefan Weschke sagte, er hätte sich „ein bisschen mehr Gesprächsbereitschaft gewünscht“. An der Klage wolle Düren festhalten.

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