Düren setzt mit Energie auf die Sonne

Von: Ingo Latotzki
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Dächer der Gemeinschaftshauptschule Gürzenich sind mit Solaranlagen ausgestattet.

Düren. Im Zuge der Energiewende setzt die Stadt Düren mehr und mehr auf Solarenergie. Dazu eignen sich die Dächer von städtischen Gebäuden, etwa auf Schulen, Kindergärten oder dem Sitz der Feuerwehr an der Brüsseler Straße. Trotz der sinkenden staatlichen Förderungen sei der Betrieb von Solaranlagen „ein lohnendes Geschäft“, sagt der Gebäudemanager der Stadt Düren, Helmut Harperscheidt.

Um investieren zu können, hat die Stadt 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Derzeit wird untersucht, welche städtischen Dächer sich besonders eignen.

Bereits mit einer Solaranlage versehen ist die Hauptschule Gürzenich. Der Strom, der auf dem Dach produziert wird, fließt in das allgemeine Netz und bringt der Stadt im Jahr rund 7000 Euro Vergütung. Die Summe ist gesetzlich festgelegt und beträgt derzeit rund 15 Cent pro Kilowattstunde Strom. Die öffentliche Förderung ist im Lauf der vergangenen Jahre gesunken. 2004 etwa lag sie noch bei mehr als 50 Cent, 2008 bei knapp 40. Wenn die Stadt heute in Anlagen investiere, amortisierten sich die Kosten in etwa zehn Jahren.

Mit Solaranlagen ist mittlerweile auch die Grüngürtelschule im Osten Dürens ausgestattet. Auch diese Anlage bringt 7000 Euro im Jahr. Langfristig lohnender aber sei es, angesichts steigender Energiepreise den erzeugten Strom selbst zu nutzen, sagt Helmut Harperscheidt. Bei Schulen aber ist das mitunter problematisch, da die Gebäude über das Jahr gesehen aufgrund der rund dreimonatigen Ferien und des meist nur in den Vormittagsstunden liegenden Unterrichts nicht so genutzt werden, wie zum Beispiel das Gebäude der Feuerwehr im Südosten Dürens. Dort gibt es bereits zwei Anlagen, eine dritte ist geplant. Es geht um eine rund 1000 Quadratmeter große Fläche.

Auch für den Neubau eines Kindergartens in Arnoldsweiler sind Solaranlagen teil der städtischen Investition. Das biete sich laut Gebäudemanager Harperscheidt auch deshalb an, weil ein benachbartes Lehrschwimmbecken und die Grundschule profitieren. Auch wenn Schulen für den Eigenverbrauch nicht so rentabel sind wie Verwaltungsgebäude, sollen künftig das Wirteltor- und das Rurtalgymnasium mit Solartechnik ausgestattet werden. Da die Stadt weiter auf Sonnenenergie setzen wolle, soll ein sogenannter Betrieb gewerblicher Art (BGA) gegründet werden. Dies bringe unter anderem steuerliche Vorteile bei Investitionen.

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