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Düren schrammt knapp an einer Schmach vorbei

Von: pl
Letzte Aktualisierung:
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Emotionen zur rechten Zeit: Sebastian Gevert und Evivo drehten nach dreieinhalb schwachen Sätzen noch rechtzeitig auf. Foto: Jansen

Düren. Beim Einschätzen des Unterhaltungswertes waren sich die Hauptdarsteller einig. „Für die Zuschauer war das doch super. Wir waren kurz vor der Niederlage, haben uns aber gut aus der Affäre gezogen, sind in den Tiebreak gekommen und haben dann überragend gespielt“, sagte etwa Evivo-Trainer Michael Mücke nach mehr als zwei Stunden Kampf und Krampf seines Teams gegen Aufsteiger VSG Coburg/Grub.

„Mit dem Ergebnis war das natürlich eine geile Show für die Zuschauer“, pustete Kapitän Jaromir Zachrich durch. Durchaus unterschiedlich fiel aber die Bewertung des 3:2-Endergebnisse aus. „Ein verlorener Punkt, der uns am Ende vielleicht irgendwo fehlt“, kartete Georg Klein gnadenlos nach. „Nach dem Spielverlauf haben wir zwei Punkte gewonnen“, ließ sich dagegen Mücke entlocken.

Das sah wohl auch der Großteil der Zuschauer so. Kam doch dieser freche Aufsteiger in die „Festung“ Arena und ignorierte mal eben, dass Düren der Favorit war. Geführt vom erst 18-jährigen Adam Kocian  – dem jüngeren Bruder des früheren Dürener Zuspielers Thomas Kocian – ließen sich die Coburger von nichts beeindrucken. Sie standen fast perfekt in der Abwehr, hechteten jedem Ball hinterher und schoben nach drei spektakulären Abwehraktionen – als wäre es das Selbstverständlichste der Welt – den verdutzten Dürenern flugs den Ball zurück ins Feld.

Mehr als dreieinhalb Sätze lang ging das so. Gevert oder Hunt knallten zwar hin und wieder den Gästen den Ball um die Ohren. Die aber schüttelten sich nur kurz und bissen sich wieder in den Dürener Waden fest. Es drohte die ultimative Schmach: Eine Niederlage gegen ein Team, das bis dahin punktlos war. „Ich hab‘s gesagt: die Spieler haben fast alle Bundesligaerfahrung und bisher fast nur gegen die obere Hälfte der Tabelle gespielt“, fühlte sich Mücke in seiner Rolle als Mahner bestätigt.

Die Wende kam in Person von Matthias Pompe beim Stand von 18:20 im vierten Satz, als fast nichts mehr ging. Ein perfekter Block, drei kernige Angriffsschläge Pompes – Coburg wirkte zum ersten Mal an dem Abend ratlos und hatte Evivo in der Folge nichts mehr entgegenzusetzen. Von einer „Matthias-Pompe-Show“ wollte der so Geehrte aber nichts hören. „Das war eine Teamleistung. Wir haben uns mit den Zuschauern zusammen gepusht. Und das ist eine wichtige Erfahrung für die Zukunft: Als Team können wir aus solchen Situationen wieder zurückkommen.

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