Düren - Düren feiert den perfekten Turniereinstand

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Düren feiert den perfekten Turniereinstand

Von: kte
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Etwa 2500 Zuschauer verfolgten
Etwa 2500 Zuschauer verfolgten das erste Gruppenspiel der Deutschen auf dem Dürener Kaiserplatz. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Es war die 72. Spielminute. Mario Gomez schraubt sich im portugiesischen Strafraum hoch und verwandelt eine abgefälschte Flanke von Sami Khedira zum 1:0 für die deutsche Nationalelf. Und auch auf dem Dürener Kaiserplatz war es der Startschuss in einen Freudentaumel.

Etwa 2500 Zuschauer hatten sich zum Public Viewing des ersten deutschen Turnierspiels auf dem Rathausvorplatz eingefunden. Unter den zahlreichen Fußballfans war die Anspannung förmlich zu spüren und ähnlich wie die Nationalelf musste man erst einmal in das Turnier hineinfinden.

Raunen und der Jubel

Eine positive Grundstimmung war zwar auszumachen und positive Aktionen der deutschen Elf wurden mit Beifall gewürdigt, bei schlecht gelösten Situationen ging jedoch ein Raunen durch die Menge - der letzte Funke wollte an diesem Abend noch nicht so recht überspringen.

In die Halbzeit ging es für Spieler und Fans mit einem leichten Schockerlebnis - Pepe kam kurz vor dem Halbzeitpfiff nach einer Ecke für Portugal an den Ball und traf bei einem sehenswerten Schuss nur die Unterkante der Latte. Glück für Deutschland! Und auch auf dem Kaiserplatz war bei den deutschen Fans die Erleichterung in den Gesichtern abzulesen. Einige Dürener Portugiesen waren dagegen natürlich entsetzt, dass ihre „Seleccao” (Auswahl) eine so gute Möglichkeit zur Führung ausließ.

Durch das 0:0 zur Pause blieb die Hoffnung auf Besserung im zweiten Spielabschnitt bestehen. Doch auch in der zweiten Halbzeit mussten sich die Deutschen in Geduld üben, denn weiterhin fand man nicht den entscheidenden Zugang zum portugiesischen Tor - bis zu besagter 72. Spielminute.

Auf dem Kaiserplatz schossen die Arme gen Nachthimmel, von den Sicherheitskräften abgeschirmt wurden bengalische Feuer gezündet und aus den Boxen ertönte die Stimme von Veranstalter Gerhard Suhr: „Toooooooooooor für Deutschland!” - Ekstase pur.

Am Ende reichte dieser eine Treffer von Gomez tatsächlich zum schmeichelhaften Sieg über die Iberer, auch wenn Deutschland noch in einigen Situationen bangen musste.

Kevin, einer der zahlreichen Besucher beim Public Viewing auf dem Kaiserplatz, schloss mit Blick auf die Tabellenkonstellation und die weiteren Aufgaben in der „Horrorgruppe B”: „Schlechtes Spiel, aber Hauptsache ist, dass wir die drei Punkte gewonnen und die Niederländer verloren haben!” Über das Angebot in Düren schwärmte Chantal: „Es war super, fünf Sterne!”

„Höchst zufrieden” war auch Gerhard Suhr, welcher auf einen Abend ohne nennenswerte Störungen zurückblicken konnte: „Die Leute kennen ihre Grenzen.”

Sein finanzielles Engagement von rund 80.000 Euro, welches sich nur bei einem optimalen Turnierverlauf rentiert, kann Suhr recht simpel begründen: „Ich bin Fußballfanatiker! Alle Spiele, alle Tore - das ist unser Slogan. Das Größte ist für mich, ein Tor ansagen zu dürfen.” Sein persönlicher Wunsch wäre übrigens ein Finale zwischen Deutschland und einem der beiden Gastgeberländer.

Auch Bürgermeister Paul Larue zeigte sich dankbar, dass ein solches Projekt immer wieder möglich ist: „In anderen Städten ist es durchaus schwieriger, dies umzusetzen. Wir haben eine lebendige Innenstadt und die Menschen erwarten dieses Gemeinschaftserlebnis zwischen Stadion und Wohnzimmer. Ich hoffe, dass wir die deutsche Mannschaft bis ins Finale begleiten können.”
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