Düren - Düren baut U3-Betreuung aus

Düren baut U3-Betreuung aus

Von: Margret Vallot
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Düren. Wochenlang haben sie zusammengesessen und um Lösungen gerungen: Die Träger von Kindergärten, die Kommunalpolitiker und die Mitarbeiter des Jugendamtes.

Jetzt liegt er auf dem Tisch, der neue Kinderbetreuungsplan der Stadt. Morgen wird er im Ausschuss beschlossen. In diesem Plan ist, nach teilweise intensiven Diskussionen, festgelegt, wie und von wem welche Kinder bis zum Alter von sechs Jahren betreut werden können.

Die guten Nachrichten: Vor zwei Jahren gab es in Düren erst 46 Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3), im Sommer 2009 werden es 182 sein. 565 Plätze für Über-Mittag-Betreuung (bis 17 Uhr) gab es damals, demnächst werden es 1145 sein. Das sei schon ganz schön viel, aber natürlich immer noch nicht genug, meinte dazu der Vorsitzende des Dürener Jugendhilfeausschusses, Thomas Floßdorf (CDU). Man habe jetzt die Möglichkeiten, die das Land für 2009 bietet, voll ausgeschöpft.

Die Einrichtung von Schlafplätzen in einem Kindergarten dürfe man sich, so Flossdorf, nicht zu einfach vorstellen. Es gebe Gebäude, bei denen ein An- oder Umbau nicht machbar oder schlicht viel zu teuer sei.

Die Zahl der Kinder und Kleinkinder ist in Düren nicht rückläufig. In der Kita „Kuschelkiste” in Düren-Grüngürtel wird deshalb sogar eine zusätzliche Gruppe eingerichtet, desgleichen in Birkesdorf in der ehemaligen Kita Wilhelm Schüll.

Was die Kinderbetreuung angeht, wird Düren demnächst eine Besonderheit praktizieren: Tagesmütter werden - wie in Frankreich - die Randzeiten, also die Zeiten, bevor die Kita öffnet, abdecken. Und zwar in der Kita. Wer also sein Kind schon um 6.30 Uhr versorgt haben muss, kann es zur Kita bringen, wo eine Tagesmutter zur Verfügung steht.

Die Eltern zahlen, als hätten sie eine 45-Stunden-Woche gebucht. Der Antrag ans Land für diese in NRW ganz einmalige Lösung eines alten Problems befindet sich bereits in Düsseldorf und wurde wohlwollend aufgenommen.

Der Bereich der Kinderbetreuung sei der einzige, der von den großen Sparplänen der Stadt ausgenommen werde, erinnerte Floßdorf. Gerade hinsichtlich der U3-Betreuung gibt es in Düren großen Bedarf. Dem von der Bundesregierung vorgegeben Ziel komme man langsam aber sicher immer näher.

„Wir werden die U-3-Betreuung bis zum Kindergartenjahr 2013/14 kontinuierlich auf 35 Prozent ausbauen”, versprach CDU-Fraktionschef Albert Eßer. Er erinnerte daran, dass sich das Familienbild der CDU sehr gewandelt hat. Gut ausgebildete Frauen müssten in die Arbeitswelt integriert werden. Das dürfe nicht an fehlender Kinderbetreuung scheitern.

Die Stadt Düren gibt 2009/2010 für die Kitas in Düren 9,250 Millionen Euro aus, die Eltern zahlen 1,6 Millionen, das Land NRW ist mit 5,8 Millionen dabei. Für insgesamt 2758 Kinder in 46 Einrichtungen müssen also 16,7 Millionen aufgebracht werden.
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