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Dünnes ist nicht gesperrt

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Renzo Verschuren setzt beim Spiel von Evivo gegen seine früheren Mannschaftskameraden aus Moers auf Sieg. Foto: Guido Jansen

Düren. In der Volleyball-Bundesliga tritt Evivo Düren am Freitag um 19.30 Uhr auswärts beim Moerser SC an - mit Christian Dünnes. Der wichtigste Angreifer der Mannschaft wird nicht gesperrt!

Am vergangenen Wochenende hatte das Schiedsgericht nach der Partie gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen, die Evivo 2:3 verloren hat, einen Zusatzvermerk im Spielbericht verfasst. In diesem ist von einer Tätlichkeit die Rede, die Dünnes an einem der Linienrichter verübt haben soll.

Dieser Vorgang war während der Partie weder von Schieds- als auch vom Linienrichter angezeigt und geahndet worden. Evivo hatte dagegen protestiert, dass der Vermerk der Tätlichkeit nicht auf einer Tatsachenentscheidung beruhe und damit nicht relevant sei.

Die Deutsche Volleyball Liga (DVL) teilt diese Sichtweise. Das erklärte Dürens Geschäftsführer Rüdiger Hein am Donnerstag. Einen weiteren Kommentar haben weder Hein noch Dünnes abgegeben.

Denkbar ist, dass die Liga diese Entscheidung auch aufgrund der Rücksprache mit den Beteiligten und nach dem Auswerten des Spiel-Videos gefällt hat. Der Rückschluss liegt nahe, dass der Vorfall nicht mehr als Tätlichkeit bewertet wird.

Bundesspielwart Werner Schaus, der ein Fehlverhalten auch ohne regulären Eintrag im Spielbericht ahnden kann, erklärte auf Nachfrage, dass Dünnes Sperre aufgehoben sei, der Spieler aber zu einer nachträglichen Stellungnahme aufgefordert werden wird.

Die Evivo-Volleyballer können also nach ein paar bangen Tagen zum Liga-Alltag übergehen. Und der besteht am Freitag aus dem Moerser SC und stellt eine besondere Herausforderung dar.

Immer wieder hat Düren in den vergangenen Jahren am Niederrhein bittere Niederlagen einstecken müssen. Vor dieser Saison haben beide Teams ein neues Gesicht erhalten. Moers wurde stark verjüngt und kämpft gegen den Abstieg, Evivos neue Truppe hat wieder den Weg zurück in die Spitze gefunden.

Beide Teams brauchen die Punkte: Der MSC, weil im Abstiegskampf jeder Zähler gegen einen Favoriten Gold wert ist und Düren, weil es sich nach dem 2:3 am vergangenen Wochenende keinen Ausrutscher mehr leisten darf, wenn Platz drei nicht verspielt werden soll.

„Wir haben am vergangenen Wochenende gemerkt, dass es nicht reicht, wenn wir nicht 100 Prozent Leistung bringen”, sprach Renzo Verschuren, der ehemalige Moerser im Dürener Trikot, über die jüngste Lektion. Deswegen fordert der Niederländer volle Konzentration.

Auch, weil die Sporthalle Adolphinum eine besondere Situation darstellt. Die Halle darf nur mit Sondergenehmigung bespielt werden, da sie zu flach und zu klein ist.

„Das ist ein großer Vorteil für Moers”, sagt der Mann, der aus eigener Erfahrung weiß, welche Probleme die Gegner mit der ungewohnt niedrigen Deckenhöhe haben. Düren will den Spieß umdrehen und seinerseits stark aufschlagen. Denn auch Moerser Annahmen können nach druckvollen Aufschlägen gegen die Decke prallen.

„Mit dem Aufschlag kannst du in Moers viel bewirken”, so Verschuren. An die geringe Hallenhöhe ist Evivo jetzt ohnehin gewöhnt. Wegen Karneval konnte die Mannschaft nicht in der Arena Kreis Düren trainieren, sondern musste in kleinere Hallen ausweichen.

In Moers mit auflaufen werden Niklas Rademacher und Michael Olieman, auch wenn beide Spieler nach langer verletzungsbedingter Pause noch keine Wettkampfform haben.
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