Düren - DSB: Streusalz belastet die Umwelt nicht wesentlich

DSB: Streusalz belastet die Umwelt nicht wesentlich

Von: kin
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Der Service Betrieb streut in Düren. Foto: Ottmar Hansen

Düren. „Streusalz ruft keine wesentlichen Umweltbeeinflussungen hervor. Dazu gibt es umfassende Studien.” Klare Worte von Richard Müllejans, Betriebsleiter beim Dürener Service Betrieb (DSB). Noch in den 90er Jahren, so Müllejans, sei das Streuen mit Salz durchaus problematisch gewesen. „Und auch schädlich für die Umwelt. Heute ist das aber kein Problem mehr.”

Und Richard Müllejans erklärt auch, warum: Fünf bis maximal 15 Gramm Salz werden pro Quadratmeter gestreut und immer zusammen mit Feuchtsalz und mit Hilfe moderner Streufahrzeuge. Bis zu ein Kilogramm Streusalz sei für die Umwelt absolut unbedenklich.

„Von unseren Maschinen ist keine älter als fünf Jahre, die meisten sind sogar nur zwei, drei Jahre alt. Durch das Feuchtsalz dringt das Streusalz in den Boden ein und kann nicht weg geweht werden.”

Man kenne heute, so Müllejans, die Zusammenhänge zwischen Wetterlage, Fahrbahnverhältnissen und nötiger Streumenge viel besser als noch vor 20 Jahren und könne aufgrund hochmoderner Verfahren zur Wetterprognose auch das Streusalz besser dosieren. „Zudem kommt, dass wir früher viel mehr Einsätze hatten, weil die Winter heftiger waren.”

Im übrigen sei auch das Streuen von Splitt und Sand ökologisch keinesfalls unumstritten. Gerade das Recyceln dieser Stoffe, so Müllejans, sei sehr aufwendig. „Das wichtigste Argument für Streusalz ist aber, dass es auf großen Straßen die Verkehrssicherheit erhöht. Und das genau ist unsere Aufgabe. Ich möchte nicht daran Schuld sein, dass ein Kind stirbt, weil irgendwo eine Straße nicht gut gestreut war.”

Der DSB nehme seine Aufgaben des Winterdienstes sehr ernst. Müllejans: „Unter Umständen können wir haftbar gemacht werden, wie übrigens auch Hauseigentümer, die den Bürgersteig vor ihrem Haus nicht geräumt haben.” Zum Glück habe es in den letzten 15 Jahren nicht mehr als zehn Prozesse dieser Art gegeben.
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