Radarfallen Blitzen Freisteller

Dreizehn Tote im Straßenverkehr

Von: oha
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. „Es ist wieder in Stück weit sicherer auf unseren Straßen geworden.” Landrat Wolfgang Spelthahn freute sich am Dienstag, mit dem Jahresbericht zur Verkehrsunfallentwicklung im Kreis Düren weitgehend positive Zahlen vorlegen zu können.

Dabei sagt die Statistik für das Jahr 2010 zunächst etwas anderes aus: Es gab 548 Verkehrsunfälle mehr als im Vorjahr (insgesamt waren es 7452). Doch blieb es häufig bei Blechschäden. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten sank um 6,1 Prozent auf 986 und damit unter die 1000er Marke. „Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren”, betonte Spelthahn.

Wie im laufenden Jahr hätten auch Anfang 2010 Eis und Schnee auf den Straßen zu mehr Unfällen geführt, die jedoch meist glimpflich verlaufen seien, so der Landrat. Allerdings wurden vergangenes Jahr 13 Menschen auf Straßen im Kreis getötet, 2009 waren es zehn. Spelthahn: „Das lässt sich leider nicht immer verhindern. Im Zehnjahresvergleich steht das Jahr 2010 aber noch gut da.” Die Zahl der Schwerverletzten sei hingegen auf einen historischen Tiefstand (verglichen mit den vergangenen zehn Jahren) gesunken.

Erster Polizei-Hauptkommissar Heinz Bellen erläuterte zum letzten Mal vor seiner Pensionierung die weiteren Zahlen des Jahresberichtes. So verunglückten vergangenes Jahr 152 Kinder im Straßenverkehr - ein Anstieg um mehr als Hälfte. Doch auch diese Zahl muss relativiert werden. Eingerechnet wurden nämlich zwei Unfälle mit Schulbussen.

Allein beim Fall in Jülich wurden 28 Kinder im Bus leicht verletzt. Die Zahl der verunglückten Jugendlichen im Alter bis 17 Jahre sank hingegen um fast ein Viertel von 82 auf 62 Fälle.

Positives Wirken des begleiteten Fahrens

Die meisten Verkehrsunfälle „baut” die Altersgruppe der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahre. Trotz der positiven Wirkung des „Begleiteten Fahrens”, bei dem 17-Jährige, die gerade ihren Führerschein erworben haben, noch von erfahrenen Autofahrern betreut werden. In dieser Altersgruppe werde die Polizei deshalb auch einen Schwerpunkt ihrer Präventivarbeit setzen, so Bellen. So wollen die Beamten im Rahmen des Projekts „Crash Kurs” demnächst an den Schulen Filme vorführen, die den Jugendlichen Unfallfolgen bis hin zum Tod drastisch vor Augen führen. Hinterbliebene und Notärzte werden zu Wort kommen.

Weitere Schwerpunkte für 2011 würden der Kampf gegen Raser auf den Straßen und gegen leichtsinnige Fahrradfahrer sein, blickte Bellen nach vorne. „Die Präsenz der Polizei auf den Straßen wird spürbar bleiben.” Ein Phänomen macht der Polizei zu schaffen: Immer mehr Unfallverursacher machen sich aus dem Staub, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern.

Bei fast jedem 5. Verkehrsunfall flüchtet der Verursacher. Immerhin: Mit der Zunahme der Unfallfluchten um 10,6 Prozent auf 1560 im Jahr stieg auch die Zahl der Fälle , die die Polizei aufklären konnte. Bei gut zwei Dritteln der Unfälle mit Personenschaden und Flucht wurden die Verursacher ermittelt.

Weiter ein Auge auf Kradfahrer werfen

Dreizehn Personen wurden vergangenes Jahr kreisweit im Straßenverkehr getötet. Drei davon als Fußgänger, zwei als Radfahrer, vier als Kradfahrer.

Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer sank vergangenes Jahr um 26,2 Prozent von 103 auf 76 Personen. Die Polizei führt diesen starken Rückgang nicht zuletzt auf ihre intensiven Überwachungsmaßnahmen per Laser-Krad zurück. Auch in 2011 werde die Polizei ein Auge auf Kradfahrer haben, kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn am Dienstag an.

Immer mehr Autofahrer lassen zwar ihr Auto stehen, wenn sie zu viel Alkohol getrunken haben, nehmen aber stattdessen das Rad. Was nicht die richtige Lösung ist. Wer beschwipst auf dem Fahrrad erwischt wird, ist seinen Führerschein los. Manche nehmen zwar den Radweg, nutzen ihn aber in der falschen Richtung. So kam es 2010 zu einem tragischen Zusammenstoß zweier Radler, bei dem einer starb.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert