Kreis Düren - Drei neue Rettungswachen für den Kreis

Drei neue Rettungswachen für den Kreis

Von: Ingo Latotzki
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Im Kreis Düren wird der Rettungsdienst ausgebaut. Langfristig werden mehr Fahrzeuge und Personal benötigt, stellte das Gutachten eines Bonner Fachbüros fest. Foto: Ingo Latotzki

Kreis Düren. Im Kreis Düren soll die Zahl der Rettungswachen von acht auf elf steigen. Statt der heute vier soll es fünf Notarztstandorte geben. Das sieht der neue Rettungsdienstbedarfsplan vor, den der Kreistag am 25. Februar verabschieden soll.

Neue Rettungswachen sollen in Düren, Heimbach und Niederzier gebaut werden. In Düren gibt es bereits eine Wache an der Brüsseler Straße. Die zweite Wache soll „westlich der Rur“ gebaut werden, sagte der stellvertretende Leiter der Dürener Feuerwehr, Johannes Rotkranz, den „DN“.

Möglicherweise wird die Wache, in der dann zwei Rettungswagen stationiert werden, in Rölsdorf gebaut. Mehr Rettungsfahrzeugen wird die Stadt aber nicht zur Verfügung haben. Es bleibt bei den vier Autos, die dann auf die beiden Standorte verteilt werden. „Für die Bürger erhöht sich die Sicherheit“, sagt Hans Jürgen Pelzer, Dürener Wehrleiter. Sinn der zusätzlichen Wache sind schnellere Einsatzzeiten. Nach Vorgaben des Kreises Düren sollen die Rettungswagen acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein. Bisher waren als Vorgabe zwölf Minuten vorgegeben.

Die Rettungskräfte sollen in Städten innerhalb von acht, in ländlichen Gebieten spätestens nach zwölf Minuten vor Ort sein.

Das kann im über 940 Quadratkilometer großen Kreis Düren problematisch sein. Ein Bonner Fachbüro hat das 1500 Kilometer lange Straßennetz analysiert und den Verkehrsfluss bewertet. Staus und Tempoverluste wegen Bahnübergängen oder Brücken seien berücksichtigt worden, teilte der Pressesprecher des Kreises, Josef Kreutzer, mit. Der Gutachter empfiehlt im Bereich der Gemeinde Niederzier wie in Düren den Bau einer zusätzlichen Wache.

Die Tagebaukommune soll künftig für die Autobahn A 4 zuständig sein (bisher war das Düren). Auch in Heimbach sieht das 180 Seiten strake Gutachten Bedarf für eine weitere Wache. In Nideggen soll erstmals ein Notarzt stationiert werden. Ziel sei es, dass 15 Minuten nach dem Notruf ein Arzt am Ort des Geschehens ist – überall im Kreisgebiet. Notärzte sind außerdem an den Krankenhäusern in Linnich, Jülich, Düren und Lendersdorf einsatzbereit.

Die Kosten für den Rettungsdienst tragen die Krankenkassen. Der beim Kreis Düren zuständige Dezernent, Peter Kaptain, ist zuversichtlich, dass die Kommunen finanziell nicht belastet werden. Angesichts einer alternden Gesellschaft hob Landrat Wolfgang Spelthahn die Bedeutung des Rettungsdienstes hervor. „Wenn Menschen bei uns Hilfe benötigen, muss sie schnellst möglich vor Ort sein“, sagt er.

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