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Drei Monate am neuen Programm gefeilt

Von: Andreas Bongartz
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Vom ersten bis zu letzten Ton alles neu: Das Junge Orchester Kreuzau präsentierte bei seinem traditionellen Frühlingskonzert ein komplett neues Programm. Foto: Andreas Bongartz

Kreuzau. Ein bisschen ausgedünnt trat das Junge Orchester Kreuzau jetzt bei seinem traditionellen Frühjahrskonzert auf. „Nur” rund 50 aktive Musiker nahmen auf der Bühne in der Kreuzauer Festhalle Platz, normalerweise wären es mehr.

Fluktuation durch Studium und Auslandsaufenthalte haben das Orchester ein wenig reduziert. Sorgen über den Fortbestand des Traditionsensembles, das bereits seit 36 Jahren besteht, macht sich Geschäftsführerin Regina Küpper allerdings nicht: „Das ist ganz normal, die Mitglieder, die durch Studium oder Auslandsaufenthalte weggehen, kommen auch wieder zurück”, sagt sie.

Besondere Verbundenheit

So kann die Geschäftsführerin beispielsweise von einer Flötistin des Orchesters berichten, die zurzeit für ein halbes Jahr in Australien weilt. Regina Küpper: „Wir haben zu ihr über Email Kontakt.” Es ist eine besondere Verbundenheit, die das Junge Orchester auszeichnet, oder wie Regina Küpper es ausdrückt: „Wir sind eine schöne, große Familie.” Das Ensemble unter der Leitung von Ruth Kniprath eröffnete wieder einmal das Konzert, das sich über 450 Besucher nicht entgehen lassen wollten. Mit der „Juvenile Overture” ging es festlich los, gefolgt von „Song and Dance” von Andre Waignein. Als nächstes präsentierten die 40 Mädchen und Jungen Michael JacksonÔs „Heal the World” in einer Bearbeitung für Blasorchester.

Mit dem nachdenklich stimmenden Hit des King of Pop erinnerten die Musiker an die jüngste Katastrophe in Japan. Filmmusik bildete den musikalischen Höhepunkt der Aufführung des Jugendorchesters: Gespielt wurden John Williams Melodien aus den Harry Potter-Filmen. Der Applaus war groß, so dass Ruth Kniprath und ihr junges Ensemble sich mit einer Zugabe bedankten. Das Junge Orchester wartete im Anschluss mit einem richtigen Novum auf: Zum ersten Mal präsentierten die Musiker vom ersten bis zum letzten Ton ein komplett neues Programm, wie Dirigent John Kikken betonte. Drei Monate habe man intensivst geprobt, ein neues Programm ist eben arbeitsaufwändig.

Von Marschmusik über Oper und Operette bis hin zu Filmmusik sowie Rock und Pop bot das Orchester ein abwechslungsreiches Spiel. Mit dem Marschmedley „Einzug zum Opernball” begann das Konzert traditionell, während das nachfolgende sinfonische Werk „Dakota” auf musikalische Weise von der Kultur und Geschichte der Sioux-Indianer erzählte. Filmmusik aus „König der Löwen” und „Operettensterne” von Johann Strauß und Carl Zeller beendeten den ersten Programmteil. Mit Albert KetelbeyÔs „Auf einem persischen Markt” starteten Kikken und sein Ensemble in die zweite Hälfte des Abends. Dazu erweckten Jungen und Mädchen aus dem Orchester-Nachwuchs in bunten Kostümen die Geschichten rund um den Basar zu Leben. Den Posaunisten gehörte als Solisten bei Gilbert TimmerÔs „Slidestream” die Bühne, danach standen die Trommler bei „Music for Drums” im Mittelpunkt. Großer Applaus war den Musikern ebenso sicher, wie weitere Zugaben.

Im Rahmen des Konzerts wurden Ehrungen vorgenommen: Tobias Beyer, Klaus-Peter Fechler, Susanne Kaptain, Dorothee Liebe und Katharina Niestroj wurden für zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, Britta Wink für 25-jährige Mitgliedschaft, Kassiererin Marion Bergs für 30-jährige Mitgliedschaft. Seit über 35 Jahren sind Regina Küpper, Udo Küntzler, Stefan Holzportz und Stefan Engels Mitglieder des Jungen Orchesters.
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