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Drei Architekten präsentieren Ideen für St. Bonifatius

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Die Bonifatiuskirche in Düren soll in mindestens 20 seniorengerechte Wohnungen umgebaut werden.

Düren. „Ich erwarte kritische Diskussionen“, sagt Achim Wilmar vom Kirchenvorstand St. Lukas in Düren. „Aber ich hoffe sehr, dass über die Architektenvorschläge debattiert wird. Und nicht über die grundsätzliche Entscheidung, aus St. Bonifatius seniorengerechte Wohnungen zu machen. Diese Entscheidung ist gefallen.“

Rund 300 000 Euro, so die Vorgabe des Bistums, muss die Großpfarre St. Lukas für ihre „nicht-wirtschaftlichen“ Gebäude wie Kirchen, Amtsräume und Pfarr- und Jugendheime einsparen, gleichzeitig müssen Rücklagen und für Instandhaltungsmaßnahmen geschaffen werden.

Die Mitglieder der Gruppe KIM (Kirchliches Immobilienmanagement) haben sich entschieden, die Bonifatiuskirche in Wohnraum umzuwandeln, darüber hinaus wird die Niederauer Pfarrkirche St. Cyriakus in eine Grabeskirche umgewandelt.

Für die Josefskirche in der Piusstraße ergeben sich ebenfalls neue Perspektiven. Der Pfarrsaal unter der Kirche soll renoviert werden. Hierhin sollen dann die Aktivitäten aus dem Roncalli-Haus und der Paul-Kuth-Begegnungsstätte verlegt werden, so dass diese beiden Immobilien ebenfalls anderweitig genutzt werden können.

Die Umbaumaßnahmen für die Bonifatiuskirche im Dürener Osten werden jetzt konkreter. Achim Wilmar: „Wir haben drei Architekten, die schon Erfahrungen mit dem Umbau von Kirchen haben und uns auch vom Bistum empfohlen worden sind, damit beauftragt, erste Ideen für unser Projekt zu entwickeln.Und diese Ideen stellen wir jetzt der Gemeinde vor.“

Was aber nicht heißt, dass die Bürgerinnen und Bürger für einen Entwurf abstimmen können. Wilmar: „Eine Expertenkommission mit Fachleuten des Bistums hat sich die Vorschläge angesehen. Und auch schon gesagt, welches der beste Entwurf ist.“ Trotzdem können die Gemeindemitglieder später in die konkreten Planungen mit einbezogen werden. Pastoralreferent Wolfgang Weiser: „Ich hoffe schon, dass Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung kommen, zum Beispiel was Größe und Aufteilung der einzelnen Wohnungen betrifft.“

Die drei Architekten hatten für ihre Arbeit alle die gleichen Vorgaben: In der Bonifatiuskirche sollen mindestens 20 Wohnungen entstehen, der Umbau soll nicht mehr kosten als 2,5 Millionen Euro. Wolfgang Weiser: „Vorwürfe, das die Pfarre St. Lukas als Bauherr hier Gelder verschwendet, mit denen man die Kirche auch erhalten könnte, sind natürlich Quatsch.“ Der Umbau, so Weiser, werde mit Darlehen finanziert und auch von offiziellen Stellen gefördert. „In zehn bis 15 Jahren sollen die Kredite abbezahlt sein. Dann entstehen der Pfarre St. Lukas durch die Bonifatiuskirche keine Kosten mehr. Und genau das ist ja auch das Ziel.“

Wichtigste Vorgabe an die Architekten war, das Kirchengebäude in seinem äußeren Erscheinungsbild zu erhalten. Achim Wilmar: „Wir haben die Architekten gebeten so zu tun, als stünde St. Bonifatius schon heute unter Denkmalschutz. Da sind wir da auf jeden Fall auf der sicheren Seit, falls der Denkmalschutzantrag gestellt wird.“

Wenn alles nach Plan läuft, wird der Kirchenvorstand von St. Lukas noch vor den Sommerferien ein Architekturbüro mit dem Umbau von St. Bonifatius beauftragen. Wolfgang Weiser: „Ich schätze, dass die Umbaumaßnahme rund anderthalb Jahre dauern wird. Und vielleicht können wir schon im Herbst anfangen.“

Alle Architekten haben sich übrigens die Kirche angesehen – und waren begeistert. Achim Wilmar: „Die Bonifatiuskirche ist ein sehr heller Raum, aus dem man wirklich etwas machen kann. Und das zeigen auch die Architekten-Ideen sehr deutlich.“

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