Düren - Dreckiges Natursteinpflaster auf dem Marktplatz: Nur mit Druck geht‘s ab

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Dreckiges Natursteinpflaster auf dem Marktplatz: Nur mit Druck geht‘s ab

Von: Sarah Maria Berners
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Auch der Wochenmarkt hinterlässt Spuren auf dem neuen Pflaster des Dürener Marktes. Foto: smb

Düren. Mitte November erstrahlte der Markplatz in neuem Glanz. Jetzt, wo etwas mehr als ein halbes Jahr vergangen ist, ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Das Pflaster sieht, so ist es aus vielen Mündern zu hören, „aus wie Sau“. Fleckig, dreckig.

Viele Dürener waren zunächst voll des Lobes für die gelungene Umgestaltung und das Ambiente des Platzes. Jetzt sind sie enttäuscht, dass das schöne und teure Pflaster – die Umgestaltung hat mehr als zwei Millionen Euro gekostet – gar nicht mehr schön aussieht.

„Auch uns ist das ein Dorn im Auge“, sagt Paul Zündorf, der Technische Beigeordnete der Stadt Düren. „Eine Spezialfirma hat in dieser Woche eine Reinigungsprobe gemacht. Und sie war erfolgreich. Es handelt sich um eine lose Verschmutzung, die sich mit Hochdruck entfernen lässt.“ Was eine komplette Reinigung des Platzes kostet, weiß Zündorf noch nicht, auch wie oft der Platz künftig vielleicht gereinigt werden muss, ist noch unklar. „Es war jetzt auch lange trocken, sicherlich bietet sich in den regenreicheren Monaten ein anderes Bild“, glaubt Zündorf.

Allerdings gilt es auch, die Probleme bei den Wurzeln zu packen. Und da kommt auch der Wochenmarkt ins Spiel, den Zündorf als „Glanzpunkt“ für den neuen Marktplatz bezeichnet. Gleichwohl würden viele Verunreinigungen eben auch auf den Wochenmarkt zurückzuführen sein.

Beispielsweise sind die Laufwege hinter den Marktständen zu erkennen, heruntergefallenes Obst hinterlässt Spuren. Aber auch an anderen Stellen ist es dreckig, von der Kölnstraße kommend sind Reifenspuren zu erkennen, in Richtung Annakirche ist es hingegen deutlich heller geblieben.

Mitte August hat die Stadt einen Termin mit den Marktbeschickern vereinbart, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Aus Sicht der Verwaltung gibt es zwei Optionen: Entweder die Beschicker beteiligen sich in Zukunft an der Reinigung des Platzes oder sie müssen den Boden unter ihren Ständen mit einem entsprechenden Belag schützen.

„Der Wochenmarkt ist ein ganz wichtiger Punkt. Der Platz muss aber auch an den anderen Tagen, wenn dort keine Stände sind, schön aussehen. Das fordern die Dürener zu Recht“, sagt Zündorf und ergänzt: „Das Problem ist, dass ein dunkles Pflaster grau und trist wirkt, ein helles aber eben empfindlich ist.“

Einen Bodenschutz unter ihren Ständen müssen zum Beispiel auch alle Beschicker des Schlemmermarktes haben, wie Citymanager Michael Linn erklärt. Bei der ersten Auflage des kulinarischen Marktes habe ein Stand eine solche Unterlage nicht gehabt, bei der zweiten Auflage am Mittwoch waren aber allenthalben Teppiche oder PVC-Abdeckungen unter den Pavillons zu sehen.

Verhindern lässt sich eine Verschmutzung des Platzes kaum, auffällig sind neben den Spuren des Marktes aber auch ausgespuckte Kaugummis.

 

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