„Don Kosaken Chor Serge Jaroff“: Begeisterndes Konzert in Gey

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Einfühlsam und temperamentvoll, piano und fort waren die Vorträge des Don-Kosaken-Chors unter Leitung von Wanja Hlibka, in der voll besetzten Kirche St. Antonius schlug den Sängern Begeisterung entgegen.

Hürtgenwald. Schwer in Worte fassen lässt sich der ergreifende und stimmgewaltige Auftritt des weltberühmten „Don Kosaken Chores Serge Jaroff“ unter Leitung von Wanja Hlibka in der voll besetzten Kirche St. Antonius in Gey. Was die 15 Sänger von Weltniveau, alle in Schwarz mit den typischen weiten Pluderhosen gekleidet, den über 300 Zuhörern boten, war künstlerisch wie emotional ein Hochgenuss.

Nach 2012 waren sie zum zweiten Mal Gast in der Höhengemeinde.

Erstaunliche Klangfülle

Vor dem würdigen Rahmen des Altarraumes entfalteten die russischen Sänger ein ungeahnt breites Spektrum von liturgischen Gesängen und sakralen Werken der russisch-orthodoxen Kirche bis hin zu bekannten russischen Volksliedern. Mal wehmütig-melancholisch, mal temperamentvoll-mitreißend.

Immer beeindruckten die Chorsänger mit außergewöhnlichem Stimmvolumen vom höchsten, glasklaren Tenor bis zum tiefsten, kaum für möglich gehaltenen Bass, so dass die Klangfülle des Chores und der Solisten ohne jegliche Instrumente oder Mikrofone den gesamten Kirchenraum voll ausfüllte. Und selbst gesummte Passagen waren noch von solcher Stimmgewalt, das sie die Zuhörer fast mitvibrieren ließ und Gänsehaut erzeugte.

Die Sänger zeigten sich gleich in ihrem Eingangslied, eine Vertonung des ersten Psalms Davids, als Meister der Dynamik. Tonsicher noch im leisesten Piano und bis hinein ins imposante Fortissimo präsentierten sie unglaublich tiefe und dennoch Raum füllende Stimmen, die die Luft wie auch die Herzen der Menschen in der Pfarrkirche zum Schwingen brachten.

In dem 90-minütigen Auftritt stellten die Künstler 14 Werke aus ihrem Repertoire vor. Angefangen von „Der Engel rief“, „Herr erbarme dich unser“, „Gott rette Dein Volk“, „Ave Maria“, bis hin zu „Die zwölf Räuber“, „Eintönig klingt hell das Glöcklein“, „Abendglocken“, „Kalinka“, „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Frenetischer Applaus

Sichtbarer Ausdruck der emotionalen Verbundenheit des Publikums mit dem Chor waren mehrere stehende Ovationen und frenetischer Applaus für das Gesamtensemble, das gerade mit seiner einfühlsamen und geradezu zärtlich gesungenen Zugabe „Ich bete an die Macht der Liebe“ so manche Träne erzeugte.

„Dieses Konzert war wieder ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Höhengemeinde“, sagte der 2. Vorsitzende des Kulturvereins, Giordano Pagano. Der Pfarrgemeinde St. Antonius und Herrn Pastor Neuenhofer dankte er für die Zurverfügungstellung der Kirche und die Mitbetreuung der Künstler im Pfarrheim. Einen besonderen Dank richtete er an seinen Vorstandskollegen Bruno Linzenich, der den Don Kosaken-Chor wieder verpflichtete und für die Gesamtorganisation verantwortlich zeichnete. „Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir den Don Kosaken-Chor Serge Jaroff hier erleben durften. Ein Termin in 2016 ist bereits ins Auge gefasst“, verriet Bruno Linzenich.

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