Dörfer wetteifern um Gold

Von: kin
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In der Gemeinde Langerwehe gib
In der Gemeinde Langerwehe gibt es viele schöne Ansichten wie dieses Haus an der Hauptstraße. Jetzt sollen die Dörfer der Kommune noch schöner werden. Foto: Sandra KInkel

Langerwehe. „Das ist absolute Premiere. Das hatten wir wirklich noch nie!” Margarete Lersch arbeitet beim Amt für Kreisentwicklung und -straßen und ist unter anderem auch zuständig für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”: Und der findet in diesem Jahr wieder einmal auf Kreisebende statt. Das Besondere: Alle Ortsteile der Gemeinde Langerwehe haben sich für den Wettbewerb angemeldet.

„Das ist wirklich toll und sehr besonders”, sagt Margarte Lersch. Und Bürgermeister Heinrich Göbbels ergänzt: „Auf dieses Engagement in meiner Kommune bin ich sehr stolz.” Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” richtet sich an Orte, die nicht mehr als 3000 Einwohner haben. Deswegen kann der Langerweher Zentralort nicht mitmachen, wohl aber Hamich, Heistern, Wenau, Schönthal, Luchem, Jüngersdorf, Pier, Merode, Schlich, Dhorn, Stütgerloch, Geich und Obergeich. Bürgermeister Heinrich Göbbels: „In vielen Orten ist auch schon eine ganze Menge passiert.” Der CDU-Politiker nennt nur einige Beispiele: „In Luchem wurde das Ehrenmal saniert, in Dhorn ist der Dorfplatz in Eigenregie der Dorfgemeinschaft komplett restauriert worden. Es tut sich einfach jede Menge." Alle drei Jahre findet der Wettbewerb auf Kreisebene statt, in den anderen Jahren dann der Landes- und Bundeswettbewerb.

Wenn die Jury im Sommer ihren Rundgang durch die teilnehmenden Ortschaften unternimmt, nimmt sie das soziale und kulturelle Leben der Gemeinden, die Baugestaltung, die Grünanlagen und die Zukunftsfähigkeit der Dorfgemeinschaft unter die Lupe. Margarete Lersch: „Es kommt zum Beispiel auch darauf an, ob alle Generationen gut miteinander auskommen, und inwieweit auch Menschen mit Migrationshintergrund und Neubürger in die Dorfgemeinschaft integriert sind.” Zu der Jury gehören neben Mitarbeitern von Kreisverwaltung und Bezirksregierung auch Vertreter der Landwirtschaftskammer und der Landfrauenvereinigung sowie Architekten und Städteplaner.

Margarete Lersch betont, dass es nicht darauf ankomme, in den Dörfern sehr viel zu verändern. Gerade Brennesseln, so die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, seien beispielsweise sehr gut für Schmetterlinge. „Und einige unsaubere Ecken können ökologisch enorm hilfreich sein. Trotzdem müssen natürlich die Dörfer schon auch ordentlich sein.”

In den vergangenen Jahren waren gerade Embken und Kelz Dörfer, die sehr erfolgreich beim Dorfwettbewerb mitgemacht haben. Embken (Stadt Nidggen) hat vor vielen Jahren bereits einmal auf Landesebene eine Goldmedaille gewonnen, und für Kelz (Gemeinde Vettweiß) hat es bereits mehrfach für eine Silbermedaille gereicht.

32 Dörfer haben sich bisher schon angemeldet

Die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft” wird von Montag, 4. bis Freitag, 15. Juli, die teilnehmenden Dörfer im Kreis Düren besuchen und begutachten.

Am Donnerstag, 21. Juli, findet im Schlosspark von Schloss Merode das große Abschlussfest statt. Bisher haben sich 32 Dörfer aus dem Kreis Düren für den Wettbewerb angemeldet. Wer noch mitmachen möchte, kann sich direkt an Margarete Lersch, Telefonnummer 02421/222704 wenden.



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