Merzenich - Diskussion um Einbahnstraße für Merzenich

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Diskussion um Einbahnstraße für Merzenich

Von: bugi
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In einer Facebook-Gruppe gibt es heiße Diskussionen über die Einbahnstraßenlösung in Merzenich. Symbolfoto: dpa

Merzenich. Die Idee, in einem Pilotversuch zu überprüfen, ob eine Einbahnstraßenregelung für Merzenich dazu führen kann, die Verkehrsprobleme im Ort zu lösen, sorgt für Diskussionen. Nach der Diskussion im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung der Gemeinde sorgt unsere Berichterstattung auf der Facebook-Seite „Du bist aus Merzenich, wenn...“ für heiße Diskussionen – davon zeugen rund 400 Kommentare innerhalb von drei Tagen.

Ziel der vorgelegten Planung ist es, den Durchgangsverkehr möglichst auf die Umgehungsstraßen zu verlagern. Ob dieses Ziel mit der vorgelegten Planung tatsächlicher erreicht werden kann, daran haben zahlreiche Merzenicher ihre Zweifel. Ein User schreibt unter dem Namen Manfred J.: „Der Durchgangsverkehr hat nach diesem Konzept Glück gehabt: Die Einflugschneise Autobahn und S-Bahnhof bleibt bestehen. Für mich ist das keine Entlastung.“

Kritik gibt es auch an den Umwegen, die einige Bürger dann in Kauf nehmen müssten. Für Tim K. seien die „absolut nicht hinnehmbar“ und Thomas S. schreibt: „Wir in den Nebenstraßen verzichten auf die Lebensqualität und baden den Mist aus.“ Ähnlich argumentiert Kalle T.: Der Verkehr müsse ausgelagert, aber nicht innerhalb des Dorfes verlagert werden. Dennoch ist dieser User für den Versuch: „Wenn wir mehr Lebensqualität durch weniger Verkehr bekommen, nehme ich einen täglichen Umweg gerne in Kauf.“ Eine der größten Sorgen der Bürger: Die Einbahnstraßenregelung könnte umfahren werden. Monique K. schreibt etwa: „Mir wurde heute bewusst: Die ganz kleinen Nebenstraßen werden demnächst nicht mehr so ruhig und idyllisch sein wie bisher.“ Auffällig ist, dass die Diskussion auf der Facebook-Seite weitestgehend sachlich erfolgt. So erinnert zum Beispiel Melanie J. daran, dass eine Bürgergruppe erste Ideen zur Entschärfung der Verkehrssituation entwickelt habe, die jetzt von den Planern aufgegriffen worden seien. Ihre Schlussfolgerung aus dem Konzept: „Natürlich wird sich der Verkehr leicht verlagern, aber der Durchgangsverkehr wird weniger. Und ganz ehrlich: Wer sich bei den Stoßzeiten in Merzenich auskennt, fährt schon heute diese Umwege!“

Bürgermeister schaltet sich ein

Eingeschaltet in die Diskussion hat sich auch Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU). Ihn haben die vielen Kommentare auf der Seite dazu bewogen, bereits im April eine Bürgerversammlung abzuhalten, damit die Anregungen der Bürger noch in die Detailplanung für das Pilotprojekt aufgenommen werden können. Gelhausen: „Mein Wunsch ist, dass wir ergebnisoffen an dieses Projekt herangehen.“

Für ihn ist aber noch ein anderer Punkt wichtig, wie er auf Nachfrage erklärt: „Ich bin froh, dass wir dieses Thema endlich auf Basis eines vorliegenden Modells diskutieren können.“ Mit dem Ziel, dass am Ende auch eine Entscheidung stehen werde.

Und weil solche Diskussionen vielleicht auch nicht immer bitterernst geführt werden müssen, gibt es auf der Facebook-Seite auch humoristische Einschätzungen des Vorhabens: „Das muss ein Karnevalsverein geplant haben“, vermutet Conny S. mit Blick auf die Grafik, in der die Einbahnstraßen eingezeichnet sind. Knapper Kommentar: „Ist bestimmt der Zugweg.“

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